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Nach Insolvenzantrag: Curated-Shopping-StartUp Kisura hat neuen Investor [Update]

Veröffentlicht: 17.04.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 17.04.2018

Der Curated-Shopping-Anbieter Kisura wird von einem neuen Investor übernommen. Hinter diesem soll sich allem Anschein nach die Kaufhauskette Karstadt verbergen. Update: Gestern Abend wurde von Karstadt die Übernahme bestätigt. 

Kisura
© Kisura

„Wir kämpfen für eine Lösung, die Arbeitsplätze sichert und unsere Kundinnen weiterhin mit den schönsten Looks versorgt.“ – Mit diesen Worten wandte sich Tanja Bogumil, Gründerin des Curated-Shopping-Anbieters Kisura, im Februar an die Öffentlichkeit, als das StartUp seine vorläufige Insolvenz bekannt geben musste. Diesen Schritt erklärte Bogumil damals mit dem Ziel, das Unternehmen „langfristig zu sanieren“, wie auf Gründerszene zu lesen ist. Nun scheint man einen neuen Investor gefunden zu haben. So berichtet Gründerszene mit Verweis auf Internet World, dass am Freitag die Kunden per E-Mail von der Übernahme informiert wurden: „Für Kisura geht es weiter in einem neuen Gewand: Der Geschäftsbetrieb wurde übernommen“, heißt es darin. In der E-Mail soll Kisura seine Kunden außerdem darum bitten, ihre persönlichen Daten auf den neuen Investor zu übertragen.

Steckt Karstadt hinter der Übernahme?

Der Investor, welcher ebenfalls den Namen „Kisura“ trägt, soll laut dem Handelsregister unter der Bezeichnung „Blitz K18-295 GmbH“ firmieren und mit der Münchener Blitzstart Holding AG in Verbindung stehen. Wie bei Gründerszene zu lesen ist, ist einer der Geschäftsführer dieser Holding Oliver Mölls, Prokurist bei Karstadt und Leiter des Bereichs Controlling und Finanzen. Dieser Zusammenhang lässt die Vermutung nahe, dass Kisura von der deutschen Kaufhauskette übernommen wurde, zu der auch Online-Shops wie Outfitter oder Stylfile gehören. Das Curated-Shopping-StartUp wollte sich dazu gegenüber Gründerszene nicht äußern.

Update: Karstadt bestätigt Übernahme „wesentlicher Assets“ von Kisura

Nach den Spekulationen hat sich nun Karstadt in einer Mitteilung zu Wort gemeldet und die Übernahme „wesentlicher Assets“ von Kisura bestätigt. Wie die Internetworld schreibt, werde der Sitz des Curated-Shopping-Anbieters in die Karstadt-Filiale am Berliner Hermannplatz verlegt. Dies soll einen „verbesserten Warenzugriff sowie den engen Austausch zwischen Warenhaus und Online-Geschäft“ garantieren, heißt es. Wie der Karstadt-Finanzchef Miguel Müllenbach in der Meldung betonte, werde die Beratung künftig „weder rein stationär, noch rein durch Algorithmen erfolgen“. Aus diesem Grund „müssen Händler – und zwar gerade solche mit hohem Fashion-Anteil – die Verbindung aus beidem beherrschen. Das Marktvolumen für Einzelhändler mit personalisierter Ansprache wird bereits heute auf über 2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Darin liegen ganz klar Möglichkeiten, von denen wir mit Kisura profitieren wollen“, so der Finanzchef weiter.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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