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Abmahngefahr bei Amazon – Stellen Sie den Verkauf ein!

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Daniel Platz | Letzte Aktualisierung: 06.03.2013

Amazon ist eine der beliebtesten Handelsplattformen hierzulande und Deutschland bildet für den E-Commerce-Riesen immerhin einen der größten Märkte. Der Marketplace bot bisher eine interessante Möglichkeit zum Warenverkauf. Doch nach Inkrafttreten der Button-Regelung häufen sich rechtliche Probleme für Online-Händler bei Amazon. Der Händlerbund empfiehlt daher den Verkauf bei Amazon umgehend einzustellen, bis die Plattform rechtssicheres Handeln ermöglicht.

Aufgrund mangelnder Rechtssicherheit besteht das Risiko von Abmahnungen und den damit verbundenen Vertragsstrafen für Händler auf dem Amazon Marketplace. Der Vorstandsvorsitzende des Händlerbundes, Rechtsanwalt Andreas Arlt zeigt sich sehr besorgt über die aktuelle Lage: „Es gibt eine Reihe von rechtlichen Problemen auf Amazon. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es Abmahnungen und Vertragsstrafen hagelt. Obwohl die Händler ordnungsgemäße AGB verwenden, können diese auf der Plattform aber nicht richtig eingebunden werden.“

Auf der Bestellübersichtsseite werden die Anforderungen der Button-Lösung nicht korrekt umgesetzt. Deshalb beginnen Widerrufsfristen derzeit nicht zu laufen, das heißt Waren könnten auch weit nach der 14-tägigen bzw. einmonatigen Rückgabefrist zurückgegeben werden.

Hinzu kommen weitere Verstöße gegen das aktuelle deutsche Recht.

Wir berichteten bereits über „Rechtliche Probleme beim Verkauf auf Amazon“ und warnten vor möglichen Folgen. Da diese Probleme weitreichende Konsequenzen für viele Online-Händler nach sich ziehen können, müssen wir nun auf das wettbewerbswidrige Verhalten von Amazon hinweisen und vom Verkauf auf der Plattform vorerst dringend abraten.

Weitere Informationen zur Problematik erhalten Sie hier: www.haendlerbund.de/amazon

Wir werden das Thema natürlich weiterhin verfolgen und halten Sie auch über aktuelle Entwicklungen dazu auf dem Laufenden.

Kommentare  

#1 Andreas 2012-08-28 16:14
Die Warnung ist konsequent und folgerichtig, wenn auch ein bißchen spät, denn die Entwicklung konnte man eigentlich absehen. Besonders von Händlerseite her in Punkto Button-Regelung , sofern man sich mit dem Problem befasst hat. Auch ist es merkwürdig, dass bei solchen Umsatzgrößen, niemand auf die Einhaltung der Gesetze bzw. deren Änderungen achtet. Wie man am Händlerbund sieht, geht das ja auch für kleines Geld. Was wäre das eine schöne Welt, wenn nur Software oder Dienstleistunge n angeboten werden dürften, die auch rechtlich unbedenklich sind.... Das wäre doch mal ein Gesetz ;) Da könnte man sich als Händler mehr um seine Kunden kümmern, als um Gesetze und deren Änderungen!
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