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| Kategorie: Interviews

Der „Second Screen“ könnte die Zukunft des interaktiven Fernsehens sein. Wie wir berichteten, etabliert sich die Nutzung eines „zweiten Bildschirms“ bereits seit längerem in deutschen Haushalten und gibt den Zuschauern die Möglichkeit, sich Sekundärinformationen zum laufenden Fernsehprogramm zu beschaffen. Der Sprung zu programmbegleitenden Werbemaßnahmen und -kampagnen ist dabei nicht weit.

Couchfunk Second ScreenDas junge StartUp Couchfunk hat sich darauf spezialisiert, die Verknüpfung von Fernsehen und Werbung voranzutreiben, um den Second Screen als effektive Werbefläche nutzen zu können. In einem exklusiven Interview berichtet Frank Barth, Pressesprecher des Unternehmens, von den Entwicklungen und Visionen rund um das Unternehmen Couchfunk:

Was ist es für ein Gefühl, in einer kleinen Stadt wie Radebeul – mit knapp 34.000 Einwohnern – ein Vorreiter-Unternehmen aufzubauen, das die Möglichkeiten der „Generation Hightech“ verändern könnte?
Auch wenn Radebeul unser Firmensitz ist, so sind wir doch alle Dresdner. Die Stadt ist vor allem als Standort von Halbleitertechnik bekannt, im Bereich Startups, wie man sie sonst eher aus Berlin kennt, ist dagegen eher weniger los. Wenn wir dazu noch als Firma agieren, die im ehemaligen „Tal der Ahnungslosen“ (Wir waren lange Zeit die einzige Enklave ohne Empfangsmöglichkeit für Westfernsehen) beheimatet ist, dann hat das schon etwas Ironisches. Diese „Abgeschiedenheit“ zum üblichen Startup-Rummel hilft uns aber dabei, uns auf unsere Apps & die Plattform zu fokussieren. Social TV oder auch Second Screen sind für uns auch keine Revolution sondern eher eine Evolution, hin zum Produkt, dass auf die Bedürfnisse von Nutzern zugeschnitten ist.

Second Screen als zukunftsfähiges Modell des Werbemarktes integrieren

Wollen Sie mit Ihren Apps den Werbemarkt revolutionieren? Ich denke da an die Kampagne mit Otto.
Wir wollen vielmehr die Potenziale, die noch in Werbung liegen, fördern und auf effektivere Maßnahmen hinarbeiten. Die Verknüpfung von Second Screen und TV ist dabei ein schönes Beispiel. Natürlich könnte ich auch einfach eine Werbefläche synchron ausspielen, aber das ist langweilig und hat auch für den Nutzer keinen Mehrwert. Was wir machen ist Werbung und die Story und Informationen dahinter zu verlängern und gleichzeitig einen Mehrwert für den Nutzer zu schaffen. Wir machen Werbung anfassbar und erlebbar, was auch wichtig ist, damit die Performance einer Kampagne stimmt. Dabei spielt Second Screen eine immer wichtiger werdende Rolle.

Wenn Sie einen Schritt in die Zukunft machen könnten, welche zukünftige interaktive Mediennutzung erwarten Sie bzw. würden Sie sich wünschen?
Der nächste große Schritt wird wohl die Verknüpfung aus Online- und Offline Welt sein. Für den klassischen Medienkonsum, also Bewegtbild, wird es aber eher darum gehen, Inhalte aus einem Video verlängern zu können. Seien es jetzt Informationen & News zu einem Schauspieler, genaue Geo-Daten zum Drehort, oder Produkte, die in einer Sendung platziert sind.

Und welches Szenario erwarten Sie in Bezug auf den Online-Handel bzw. wie würden Sie dieses Szenario selbst zeichnen?
Ich bin mir sicher, dass Bewegtbild und E-Commerce noch weiter zusammenwachsen. Das muss nicht immer der Extremfall sein, dass ganze Formate, wie etwa Teleshopping rund um den Abverkauf etabliert werden. Es wird wohl eher darauf hinauslaufen, dass Produkte noch deutlich stärker und bewusster in Videos, Filmen und Sendungen platziert werden, um den Abverkauf zu fördern. Wenn der Nutzer dann weiß, dass er die platzierten Produkte zu einer Sendung bei mir findet, ist ein Verweis zum nächsten Shop ein leichtes und Second Screen eine gute Ergänzung.

Wie stehen Sie zu Kritikern, die meinen, dass der Second Screen nicht die Zukunft für den Alltag des Online-Handels darstellt? Grund solcher kritischen Meinung ist der mögliche Trend zu einem nicht-zentrierten bzw. individualisierten Fernsehprogramms: Durch die Nutzung von individuellem Pay-TV, DVDs oder das noch nicht ganz ausgereifte Google TV könnten „gemeinsame“ deutschlandweit ausgestrahlte Programme bald der Vergangenheit angehören.
In Deutschland sehen derzeit über 90% der Zuschauer ein Format überwiegend linear. Ich sehe keinen Grund, warum Second Screen bei einer entsprechenden Integration von Produkten im TV nicht wirkungsvoll sein sollte. Es ist ja auch nicht so, dass Social TV Apps nur funktionieren, wenn sie parallel genutzt werden. Alle Informationen zu einem Film und integrierten Produkten bleiben erhalten und können auch im Nachgang abgerufen werden. Abgesehen davon sind alle standardisierten Integrationen bei Couchfunk Performance getrieben und über entsprechende Affiliate-Programme darstellbar – Ein Risiko, das ein Online-Händler sicher gerne auf sich nimmt, um sich selbst ein Bild zu verschaffen.

Geschrieben von Tina Plewinski
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