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Online-Händler warten für Weihnachten höhere Umsätze, aber auch mehr Probleme. Das besagt die Weihnachtsstudie 2017 des Händlerbundes.
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Weihnachtsstudie 2017: Händler erwarten mehr Umsatz, aber auch mehr Probleme
| Kategorie: Studien

Amazon hat derzeit Probleme bei den Auszahlungen, zahlreiche Händler warten auf ihr hart verdientes Geld. Eine Befragung unter Amazon-Händlern zeigt, welche Ausmaße die Zahlungsausfälle des US-Konzerns haben.

Amazon Hauptgebäude
© Jonathan Weiss / Shutterstock.com

Seit Wochen scheint es Probleme bei der Auszahlung von Amazon zu geben. Das zeigt eine aktuelle Befragung, die der Händlerbund in dieser Woche unter 660 Händlern durchgeführt hat. Der Großteil der Befragten (44 Prozent) gab dabei an, am 30. Oktober 2017 erstmals Auszahlungsprobleme bemerkt zu haben. 15 Prozent der Befragten warten bereits einen Tag länger auf ihr Geld und neun Prozent wollen noch früher Probleme erkannt haben.

Erschreckend sind dabei die Summen, auf die die Händler seit nun zwei Wochen warten: Insgesamt belaufen sich die Zahlungsausfälle – allein der befragten 660 Händler – auf eine Summe von 10,6 Millionen Euro. Pro befragten Händler macht das 22.000 Euro – aber das Geld, das Amazon den Händlern auszahlen muss, ist natürlich nicht gleichmäßig verteilt. Am härtesten traf es einen Händler, der nach eigenen Angaben auf 450.000 Euro wartet. Knapp eine halbe Million Euro, die auf seinem Konto fehlt.

Erste Entlassungen durch Auszahlungsprobleme

Die meisten Händler haben sich bereits an Amazon gewandt: Zwei von drei Befragten (65 Prozent) gaben an, das Unternehmen schriftlich über die Probleme informiert zu haben, knapp die Hälfte (47 Prozent) hat sich auch telefonisch bei Amazon gemeldet. 17 Prozent der Befragen haben noch nichts unternommen.

Einige Händler fürchten nun um ihre Zukunft. Viele können Ware nicht nachbestellen und damit nicht liefern. Zudem folgen bereits erste negative Kundenbewertungen, weil sich die Lieferung der bestellten Artikel durch die Auszahlungsprobleme verzögert. Einige Händler müssen derzeit sogar ihre Vermieter vertrösten, weil sie das Geld für die Miete nicht haben, in extremen Fällen mussten Händler sogar schon Mitarbeiter nach Hause schicken oder gar entlassen.

Diese und weitere Erkenntnisse über die Auswirkungen der Auszahlungsprobleme zeigt die Infografik des Händlerbundes:

Infografik zur Umfrage

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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KOMMENTARE  
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Dirk
2017-11-11 11:50 | #13
Ich habe mit Amazon kein Problem, da ich bei diesem Betrügerladen nicht mehr verkaufe. Habe schon einmal 4 Monate auf mein Geld warten müssen. Der Laden ist Pleite und arbeitet mit dem Geld der Händler. Gehen wir davon aus, wie viel Zinsen Amazon bei 1 Milliarden € verdient.
Kein Händler wird was gegen Amazon unternehmen, da die Struktur viel zu undurchsichtig ist. Ich habe eine Datenauskunft von Amazon auch erst nach Einschaltung der luxemburgerisch en Dazenschutzbehö rde erhalten. Mindestens 10 schriftliche Auskunftsanfrag en wurden nicht beantwortet. Amazon ist einfach ein Saftladen, aber solange Händler glauben, Amazon ist die einzige Wunderwaffe für den Verkauf eigener Ware, dann wird dieses Unternehmen weiter die Händler versklaven.
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Schölli
2017-11-11 10:33 | #12
vielleicht begreifens jetzt einige dass amazon kein partner von verkäufern ist.
schmeisst doch den bettel bei amazon hin. erst wenn genügend händler bei amazon den laden dicht machen wird sich was ändern. als verkäufer bei amazon bist du doch nur die kuh die gemolken wird.
lieber verzichte ich auf den umsatz - gewinn ist ja fast keiner mehr vorhanden bei den gebühren - als dass ich mir von amazon vorschreiben lasse wie ich mein geschäft zu führen habe.
und es lebt sich gut auch ohne amazon!!!
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Silke
2017-11-11 08:30 | #11
Ich glaube, dass Amazon sich auf Dauer von den Marktplatzhändl ern (die geholfen haben Amazon groß zu machen) trennen wird.
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Dominik W.
2017-11-11 07:43 | #10
Hallo,
ich bin amazon Händler und bin schon zwei mal in den Genuss einer Kontosperrung geraten. Aber nicht durch eigenverschulde n sondern durch höhere Gewalt, Hochwasser und Lieferdienstverspätung.
Da wollte amazon einen Masterplan von mir, dass dies nicht wieder vorkommt.
Wenn ich fast 2 Wochen lang technische Probleme hätte wäre ich bei amazon weg vom Fenster.
Probleme und technische ausfälle kann es immer geben, aber für einen Weltkonzern wie amazon ist dies ein Armutszeugnis. Vielleicht doch nicht immer der billigste sein und nicht zu schnell wachsen wäre von Vorteil für Alle beteiligten.
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Hans
2017-11-10 17:57 | #9
Zitat " viele Händler können nicht Liefern weil keine Ware..." usw.

Ich frage mich wo das Problem ist. Der Amazonkunde bekommt auf alle Fälle seinen Artikel. Er muss ja nicht vom kleinen Händler beliefert werden. Es reicht ja wenn Amazon den Kunden beliefert.
Das was Amazon macht ist eine " Systembereinigu ng " Jetzt schafft Amazon eine Situation die sehr viele kleine und mittlere Händler kollabieren lässt, vor allen solche Händler deren Artikel bzw. Ware Amazon selber im Vertrieb hat. Das vor dem Weihnachtsgesch äft ist clever.
Jetzt bewahrheitet sich das was einige "Gurus" schon vor ca. 15 Jahren "geulkt" haben.
Und zwar wurde gesagt: Amazon will in 20 Jahren den Markt in allen Ländern bzw. weltweit beherrschen. Aus diesen Grund brauch er die kleinen und mittleren Händler um 1. viel Geld durch die Händler zu machen um damit zu expandieren und 2. Marktforschung durch und auf Kosten der Händler zu betreiben.
Und 3. wenn das alles erledigt ist werden die Händler so nach und nach rausgetränkt und Amazon macht das Geschäft selber und beherrscht somit zum größten teil den Markt.
Ich glaube Punkt 2 wurde gerade eingeläutet.
Da hilft auch kein Jammern, der reichste Mann der Welt ( die Nr.1) hat das Sagen.
Da haben wir alle selber dafür gesorgt, Punkt,…wir haben fertig.
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mac
2017-11-10 10:08 | #8
Dazu muß man sehen Wir hatten einen Artikel der wirklich Stückzahlen machte, da hat Amazon uns inzwischen soweit unterboten das wir Verlust machen würden mit jedem verkauften Stück.
Die Auflagen für Kindersitze sind so hoch geworden seit dieser Woche das man fast jemanden einstellen muß um eine Freigabe für jeden einzelnen Kindersitz zu erhalten. (Die Amazon aber selbst verkauft und daher ja weiß das die Sitze den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Man kann heute ohne Amazon nicht mehr leben aber mit auch nicht.
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Doumanas
2017-11-10 08:20 | #7
Das Problem zu erkennen, ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung. (Albert Einstein)
Wenn der gesamte Business Plan auf Amazon uns Co. basiert, dann ist es kein Business Plan.
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Bee Knapp
2017-11-10 08:02 | #6
Nutzen schon lange kein Amazon mehr und jetzt bestätigt sich, warum. Ebay macht es besser, wenn auch teilweise recht komplex geworden. Es gibt Alternativen zu beiden, auch wenn diese noch nicht an die Großen rankommen. Empfehlen können wir unter anderem Smartvie.
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Peter Kemper
2017-11-10 07:59 | #5
Es ist wie ein einziger Witz, wenn es nicht real und so traurig wäre.

Warum in bei Amazon keiner reagiert und die Gelder einfach manuel freigibt oder in bar abhebt, auszahlt oder sonst wie, ist ebenso ein Rätsel.

Es gibt bei jedem Unternehmen die Möglichkeit Prozesse wie eine einfach Buchung manuel durchzuführen. Wenn Amazon meint, dass danach deren Software durcheinanderko mmt oder Doppelzahlungen stattfinden, weil man nicht ins System eingreifen kann bzw. will, dann ist das Amazons Problem, aber darf nicht zu dem der Händler werden.

Die Partner haben einen Vertrag und auch Amazon lebt von der Zufriedenheit des Kunden und der ist und bleibt nun mal auch der Händler. Dass Amazon hier so dermassen dumm und unflexibel ist, ist unbegreiflich.

Wir - die Verkäufer - stehen hier ja leider nach wie vor als unterste Stufe der Nahrungskette da und alle reiben sich die Hände an dem Geschäft. Ganz schlimm alle Zwischenstufen. Dazu zählen dann auch Abmahnvereine (die gehören einfach verboten, da wirtschaftliche Zwecke verfolgend, da ja viel zu teuer), Rechtsanwälte und vor allem die ganzen selbsternannten Glücksritter in Form von SEO/SEA-Buden und diesem ganzen Geschmeiss, dass uns das Geld aus der Tasche für Marketing zieht und dabei kaum Invest benötigt und Verträge von B2B macht, dass wir kein Bein an den Boden bekommen.
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Amazon Händler
2017-11-10 07:22 | #4
Mir scheint, dass hier jemand nach den ganzen Negativ-Schlagz eilen, auch mal eine Lanze für Amazon brechen muss. Auch wir waren Anfang November von den Zahlungausfälle n betroffen und haben uns aufgrund der Berichterstattu ng auch wirklich schon größere Sorgen gemacht. Doch seit ca. 03.Nov hat Amazon bereits dreimal ausgezahlt. Es scheint sich also etwas zu tun.
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