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FBA-Service

Amazon erlaubt wieder Lagerung nicht-prioritärer Produkte

Veröffentlicht: 15.04.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.04.2020
Amazon-Arbeiterin im Lager

Um in der Coronakrise für besonders wichtige Artikel wie Lebensmittel, Gesundheits- und Körperpflegeprodukte genug Kapazitäten zu haben, schränkte Amazon seinen FBA-Service (Fulfillment by Amazon) ein: Waren, die weniger wichtig sind, wurden in den Lagern nicht mehr angenommen und bearbeitet. Jetzt scheint der Online- und Logistik-Riese sich besser auf die Folgen der Coronakrise einzustellen und setzt den FBA-Service für diese weniger wichtigen Produkte in den USA teils wieder ein, berichtet cnbc.

FBA-Händler können wieder via Amazon versenden

Online-Händler, die Amazons FBA nutzen, können also wieder mit dem Versand weniger benötigter Artikel beginnen. Das bestätigte ein Amazon-Sprecher in den USA, und auch einige dortige Händler berichten bereits von den Änderungen. Ob und wann die Bedingungen auch in Deutschland wieder gelten, ist unklar. Wir haben bei Amazon Deutschland nachgefragt.

„Wir wissen die Geduld unserer Vertriebspartner zu schätzen, wenn wir Produkte für Kunden priorisieren und umfangreiche Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in unseren Fulfillment-Zentren einhalten, um unsere Mitarbeiter zu schützen“, sagte der US-Sprecher. „Wir werden unseren Vertriebspartnern im Laufe dieser Woche weitere Einzelheiten mitteilen.“

Immer noch Einschränkungen wegen Coronavirus

Trotzdem wird es wohl immer noch Einschränkungen geben: Amazon will die Menge der nicht-prioritären Produkte immer noch begrenzen, um nötige Produkte weiterhin bevorzugt behandeln zu können. Auch die Mitarbeiter in den Amazon-Lagern sollen so besser geschützt werden.

Zuvor hatten viele Amazon-FBA-Händler über die Priorisierung der Produkte geklagt: Unternehmen, die kein Toilettenpapier und Co. verkaufen, werden durch die Coronakrise so doppelt getroffen. Auch deutsche Händler kritisierten das Vorgehen und längere Lieferzeiten: „Es gibt genügend Käufer, die nicht nur Covid-19 spezifische Artikel bestellen möchten. Gerade in diesen Zeiten sehnen sich die Leute nach etwas Normalität, wie z.B. Gartenarbeit, Haus dekorieren“, so ein Nutzerkommentar auf OHN.

Für Amazon-Händler bietet ein Whitepaper des Beratungsunternehmens Vorwärts vielfältige Hinweise mit den Problemen der Coronakrise, wie etwa dem Fehlen eines eigenen Fulfillments, umzugehen.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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Kommentare  

#1 lux 2020-04-16 02:25
Und tatsächlich schrumpft nun seit Dienstag die Bestellmenge im Eigenversand, die uns in den letzten 2 Wochen einen Umsatzzuwachs von 200-300% gebracht hat, und die an die Hochzeiten in 2017 und 2018, in denen solche Umsätze noch normal waren erinnert haben, wieder rasant dahin. Wir haben in den letzten Tagen Artikel verkauft, von den wir schon gar nicht mehr wußten, wo die lagern, weil sie seit Jahren nicht mehr bestellt wurden... Wenn die Amazon versandten Waren nun wieder eine kurzfristige Verfügbarkeit haben, verschwinden die MFN Artikel wieder in den ewigen Jagdgründen der a9. Sch*** FBA.
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