Der frühe Vogel

Otto verdreifacht Zahl der Marktplatz-Händler

Veröffentlicht: 23.03.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 23.03.2022
Otto Campus

Otto hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021/22 hinter sich: Wie der Hamburger Konzern meldet, konnte die Einzelgesellschaft Otto ihren Umsatz in dem Zeitraum um rund 13 Prozent steigern. Auch das Plattformgeschäft auf Otto.de entwickelte sich nach Angaben des Unternehmens dynamisch: Inzwischen verzeichnen die Hamburger 3.500 Marken und Partner auf der Online-Plattform – im Vorjahr waren es noch 1.000 Marktplatzpartner.

Der Umsatz der Einzelgesellschaft Otto lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 5,12 Milliarden Euro. Otto sieht sich damit auch im zweiten Jahr der Coronapandemie „als verlässlicher Anbieter sowie attraktive Einkaufsstätte für Kund:innen und als Treiber für eine erfolgreiche Entwicklung des Online-Handels in Deutschland allgemein“. 

Auch bei der Kundenzahl konnte Otto Zuwächse verzeichnen. So stieg die Zahl der aktiven Kunden von 9,9 auf 11,5 Millionen. Die Zahl der angebotenen Produkte auf dem Otto-Marktplatz liegt inzwischen bei über zehn Millionen Produkten.

In den kommenden Jahren will Otto verstärkt in seine Corporate-Responsibility-Strategie investieren und damit den Umweltschutz weiter vorantreiben. So sollen bis Ende 2022 die Hälfte aller Versandtüten auf Wildplastic umgestellt werden – Versandtüten, die aus Plastik hergestellt werden, das in der Natur gesammelt wurde. Im Sommer 2022 will Otto zudem die erste kreislauffähige Modekollektion, die Otto Circular Collection, anbieten. Die Modeartikel sollen vollständig recyclebar sein und damit nicht zu textilem Abfall werden, so das Unternehmen. 

Instagram lässt alle Nutzer Produkte taggen

Bisher konnten nur Geschäftspartner in ihren Beiträgen Produkte taggen, doch nun rollt Instagram das Feature – zumindest in den USA – für alle Nutzer aus, berichtet t3n. Unternehmen sollen dann darüber benachrichtigt werden, sobald jemand ihr Produkte in einem Beitrag taggt. Die getaggten Produkte können direkt über den Link bei Instagram Shopping bestellt werden. Die Unternehmen bekommen dann auch die Möglichkeit, einzustellen, wer Produkte taggen kann – einzelne Nutzer können von den Unternehmen für ihre Produkte dann also ausgeschlossen werden.

„Die Menschen kommen zu Instagram, um Trends und Inspiration zu entdecken und zu teilen“, erklärte die Plattform. Mit dem Produkt-Tagging soll es allen Nutzern möglich sein, Unternehmen zu unterstützen und Produkte zu empfehlen.  

Regierung will Online-Gründung einer GmbH vereinfachen

Wer online eine GmbH gründen will, soll das künftig einfacher tun können. Das sind laut Caschys Blog zumindest Pläne des Bundesministeriums für Justiz, das einen entsprechenden Referentenentwurf eines Gesetzes zur Ergänzung der Regelung zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie veröffentlicht hat. Darin ist die Vereinfachung der Online-Gründung einer GmbH, sowie weitere Online-Verfahren für Registeranmeldungen ab dem 1. August 2022 vorgesehen. 

„Die Digitalisierung von Justiz und Rechtsstaat hat für mich eine hohe Priorität“, erklärt Bundesjustizminister Marco Buschmann. „Ein wesentlicher Aspekt ist es dabei, dass wir Online-Gründungen von Gesellschaften auch in Deutschland ermöglichen.“

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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