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Studie: Rechtliche Unsicherheiten beim grenzüberschreitenden Handel

Veröffentlicht: 17.02.2016 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 17.02.2016

Das Thema Internationalisierung bzw. der grenzüberschreitende Handel nimmt für immer mehr Online-Händler an Bedeutung zu. Dies bestätigt eine umfangreiche Studie von Ibi Research der Universität Regensburg, die sich auch mit den Herausforderungen für die Online-Händler beim Cross-Border-Trade auseinandersetzt.

Export-Tastatur

(Bildquelle Export-Tastatur: relif via Shutterstock)

Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Handel

Insgesamt sollen mittlerweile 85 Prozent der Befragten ins Ausland verkaufen. 67 Prozent davon vollziehen dies aktiv – 18 Prozent wiederum nehmen zumindest Bestellungen aus dem Ausland entgegen. Weitere acht Prozent planen, zukünftig ins Ausland zu verkaufen.

Die Studie setzt sich außerdem mit den Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Handel auseinander. Hier wurden von 67 Prozent der Befragten rechtliche Unsicherheiten auf Platz eins gewählt. 55 Prozent sehen die Abwicklung des Kundenservices in der entsprechenden Landessprache als schwierig an. Zu den weiteren Herausforderungen zählen: die Versandabwicklung (48 Prozent), die Übersetzung des Online-Shops (38 Prozent), Geltendmachung offener Forderungen (31 Prozent) und Unsicherheiten bei der Zahlungsabwicklung (31 Prozent).

Ibi Research-Studie

© Ibi Research - Screenshot

Retourenquote in Deutschland vergleichsweise hoch

Etwa die Hälfte der Befragten (55 Prozent) passt ihren ursprünglichen Online-Shop an das jeweilige Land an. 26 Prozent besitzen sogar für einzelne Länder eigene Online-Shops. 23 Prozent dagegen kümmern sich nicht um eine Anpassung. Zu den beliebtesten und für Online-Händler attraktivsten Ländern zählen größtenteils die deutschen Nachbarländer wie Österreich (89 Prozent), die Schweiz (79 Prozent), die Niederlande (73 Prozent) und Frankreich (72 Prozent).

Interessant ist auch die Retourenquote von ausgewählten Ländern, die die hiesigen Online-Händler und Befragten bedienen: Während diese beispielsweise in Österreich bei 6,5 Prozent, in Großbritannien bei 4,4 Prozent und in Russland bei 1,9 Prozent liegt, wurde innerhalb von Deutschland ein Wert von 12,9 Prozent festgestellt. „Diese Werte lassen sich durch Doppelkauf oder fehlende Kaufabsicht im Inland erklären“, heißt es in der Studie.

Ibi Research-Studie

© Ibi Research - Screenshot

Suchmaschinenmarketing auch im Ausland wichtig

Für die meisten Befragten ist der Bereich Suchmaschinenmarketing auch im Ausland wichtig, um erfolgreich auf ihren Online-Shop aufmerksam zu machen. 81 Prozent halten Suchmaschinenoptimierung für sehr wichtig – 50 Prozent setzen auf Suchmaschinenwerbung und 42 Prozent auf die sozialen Netzwerke.

Die Studie verdeutlicht insgesamt, wie wichtig das Thema Internationalisierung mittlerweile für Online-Händler geworden ist. Das bestätigt allein die Tatsache, dass 85 Prozent der Befragten mehr oder weniger aktiv ins Ausland verkaufen.

Umfrage von Ecommerce Europe

Auch wir haben uns bereits ausführlich mit den Herausforderungen und Chancen des internationalen Handels auseinandergesetzt. Außerdem führt der europäische Dachverband Ecommerce Europe derzeit eine Umfrage durch, die sich ebenfalls mit den Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Handel auseinandersetzt. An der Umfrage können Sie hier teilnehmen.

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