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Studie: Jeder zweite Kosmetik-Hersteller verzichtet auf eigenen Webshop

Veröffentlicht: 09.10.2018 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 09.10.2018

Laut Studie betreibt nicht mal jeder zweite Hersteller von Make-up einen eigenen Webshop und lässt sich so viele mögliche Kunden durch die Lappen gehen.

Make up Face
© Mike Laptev – Shutterstock.com

„Ich bin überzeugt, dass in Zukunft vor allem die Marken erfolgreich sein werden, die ihre Strategie konsequent an den Bedürfnissen der Kunden orientieren“, erklärt Martin Ruppmann, Geschäftsführer des Kosmetikverbandes VKE. „Dafür ist der eigene Webshop ein wesentliches Element. Auf der eigenen Plattform können Markenwelten umfänglich gestaltet und die Möglichkeiten der Kundenansprache variiert werden.“  

Beauty-Geschäft soll online bis 2020 um neun Prozent steigen

Dass viele Kosmetik-Firmen sich mehr auf ihre Online-Kunden einstellen müssen, zeigt auch die Prognose von Friends of C.: Zwar stammen derzeit noch 94 Prozent des Umsatzes der Beauty-Branche aus dem Ladengeschäft, doch das Wachstum dort soll bis 2020 nur bei 1,7 Prozent liegen – online hingegen bei neun Prozent. Der Beauty-Bereich steigt seit Jahren, zeigen auch frühere Studien. 2020 soll im Web in Deutschland auch die Milliardengrenze im Umsatz mit Beauty-Produkten geknackt werden.

Tipps für Online-Händler: Content-Strategie, Bonusprogramme und Nutzung von Kundendaten

Die Online-Händler müssen im eigenen Webshop mutiger sein und auf neue Wege der Kundenbindung setzen, rät Immo Tietjen von Friends of C. Dazu gehörten „Exklusivprodukte, eine innovative Content-Strategie und besondere Services für den Kunden“. Die bisherigen Anbieter mit Webshop setzen vor allem auf Produktberatung. Auch die Nutzung von Kundendaten müssen die Unternehmen noch verbessern. Laut Umfrage versäumen 86 Prozent der Make-up-Anbieter, mit Hilfe der generierten Kundendaten ihren Webshop zu optimieren. Ebenso könnten die Hersteller mehr Bonusprogramme oder hochwertige Videos anbieten, um Kunden zu binden. 57 Firmen nahmen an der Studie teil, aufgeteilt in die Bereiche Hautpflege, Make-up und Duft.

Abschließend raten die Macher der Studie den Kosmetikfirmen, online mehr auszuprobieren und ihre Sortiments- und Markenhoheit gegen große Plattformen wie Flaconi und Co auszuspielen. Außerdem könnten die Firmen mit den immer wichtiger werdenden Influencern kooperieren und eigene Communities aufbauen, um die Reichweiten zu steigern. Aus den gesammelten Kundendaten müsse eine „relevante Datenstrategie“ erstellt werden, um langfristig Erfolg zu haben.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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