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Händlerbund-Studie

Online-Marktplätze im Vergleich: Ebay führt das Ranking klar an

Veröffentlicht: 08.05.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 08.05.2019
Studie Marktplätze im Vergleich

Um einen Verkauf auf den großen Marktplätzen kommen Online-Händler heutzutage kaum mehr herum. Welcher aber ist der beliebteste und kann in Sachen Usability, Umsatz und Fairness am meisten überzeugen? Dieser Frage ist der Händlerbund in einer neuen Studie nachgegangen. Befragt wurden 1.077 Online-Händler nach deren Präferenzen: Die beiden Platzhirsche Ebay (84 Prozent) und Amazon (63 Prozent) zählten wenig überraschend zu den meist genutzten Marktplätzen. Aber auch auf den Plattformen Real, Rakuten, Hood und Etsy bieten die deutschen Online-Händler vermehrt ihre Produkte an.

Ebay überzeugt in drei Kategorien, Amazon liegt beim Umsatz vorn

Für den Vergleich wurden die Online-Marktplätze in fünf verschiedenen Kategorien auf einer Skala von 1,0 „sehr gut“ bis 5,0 „ungenügend“ bewertet. Das Ranking in den Bereichen Usability (2,2), Support (2,5) und Kosten (2,3) konnte Ebay klar für sich entscheiden. Mit einer Note von 2,7 konnte Online-Gigant Amazon lediglich die Kategorie Umsatz für sich gewinnen, landet beim Support, den Kosten und der Fairness allerdings auf dem fünften und damit letzten Platz. Real wird von den befragten Studienteilnehmer als fairster Marktplatz eingestuft, hier erzielte die Plattform eine Bewertung von 2,6 und landete knapp vor Hood (2,7), Ebay und Rakuten (mit je 2,8).

Auch bei der Gesamtbewertung liegt Ebay auf dem Spitzenplatz. Mit einer Note von 2,6 liegt der Konzern deutlich vor Real und Hood, welche sich mit einer Bewertung von jeweils 3,1 den zweiten Platz teilen. Amazon landet nur auf dem vierten und damit vorletzten Platz (3,3), Rakuten folgt mit einer Gesamtnote von 3,4 dahinter.

Jeder zehnte Online-Händler meidet Marktplätze privat

Auch wenn Amazon die Online-Händler nur bedingt überzeugen kann, aus Verbrauchersicht sieht das schon wieder ganz anders aus. Bei der Frage, welcher Marktplatz aus Sicht eines Konsumenten am besten ist, antworteten 38 Prozent der über 1.000 Teilnehmer mit Amazon. Damit liegt der US-Konzern auf dem zweiten Platz. Aber auch hier konnte man Ebay (47 Prozent) nicht das Wasser reichen. Überraschenderweise meidet jeder zehnte Online-Händler bei privaten Einkäufen die Marktplätze generell und greift lieber direkt auf Online-Shops von Anbietern zurück.

Alle Ergebnisse der Umfrage gibt es übersichtlich in folgender Infografik:

(Hinweis: Durch einen Klick auf die Grafik wird diese in einem neuen Tab größer angezeigt)

Online Marktplätze im Vergleich 2019

Hinweis: Mehr zum Thema Marktplätze und wie sich der Erfolg auf den Plattformen steigern lässt, gibt es auf dem Marketplace Day am 28.06.2019 in Berlin. Alle weiteren Informationen zum Event finden Sie hier

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#5 Dieter Brandes 2019-07-15 11:43
Was meinst Du denn mit "über den Tisch gezogen"?
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#4 Weyerstall 2019-07-12 13:19
Wenn man grade mit Hilfe des Systems von ebay 'über den Tisch gezogen' wurde, wundert man sich schon ein wenig über diese Beurteilung ...
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#3 Dieter Brandes 2019-05-09 15:05
Mich würden mal die insgesamt-Umsät ze von den Marktplätzen interessieren. Wenn amazon und ebay bei 100 liegen, dann sind Rakuten und Yatego wohl in der Vergangenheit bei 1 gewesen. Nur wie ist das mit REAL?
Also für mich hatte REAL (Hitmeister) einen starken Antritt und ist nun in der Versenkung verschwunden. Ebenso ist Rakuten und Yatego immer schlechter geworden.
Auch SEO, SEA oder anderes Marketing kostet für den eigenen shop nicht unerheblich und sind eigentlich teils höher als die Kosten die Amazon und ebay erheben.
Warum dann Rakuten und Yatego überhaupt Grundgebühren erheben (Yatego dann noch lächerliche 10 Euro im Monat in meinem Fall) erschliesst sich mir nicht. Die müssten doch um jeden Cent an Umsatz kämpfen und grundgebührenfr ei anbieten. Leistung gegen Geld und nicht umgekehrt. Wir Verkäufer haben ja auch ein Geschäftsrisiko , warum nicht auch die SEO-Büdchen und die Marktplätze. Warum nicht auch die Marktplätze. PPS ja, aber PPC oder in Vorleistung, bitte nein. Aber Amazon und ebay können sich ja eh alles erlauben.

Aber so ist es leider auch trotz Händlerbund, in der Nahrungskette stehen wir Händler ganz unten, dann kommen Käufer und dann die, die dazwischen vermitteln. SEOs, Google, Marktplätze, Affiliatenetzwe rke, facebook und wer sich da noch so alles rumtummelt und unverschämt die Hand aufhält und eigentlich Wucher betreibt.

Aber was willste machen, bei einem Staat der zulässt, dass der Fussballfan sein stinkendes Fan-Trikot für 79 Euro oder mehr kauft und dieses für einen ganzen USD in Pakistan von ebenso stinkenden Armen Kindern und Arbeitern hergestellt wurde. Da gibt es nun Pseuedoaudits, wo die meisten Vertreiber nun schon wieder draus abgesprungen sind .... Es sind die Kosten hier in BRD und die Gier und Dummheit von Menschen die unterstützen, was der Turbokapitalism us für Blüten treiben darf. Der simple Straftatbestand 183 des BGB, müsste eigentlich bei jedem solchem Verkauf zur Anwendung kommen. Aber es interessiert nicht mal exemplarisch.

Anstatt dessen werden kleine Händler von IDO und Co mit grotesken Gesetzes-Blüten fertig gemacht. Und man steht daneben und macht nichts. keiner hilft, sondern regelt nur und versucht irgendwas hilfloses zu tun.

Und da wo Amazon mit Ellbogen kämpft, da verbaselt ebay alles. Aber da erzähle ich ja nichts neues.
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#2 Ernst Breit 2019-05-09 10:56
Eine interessante Studie. Allerdings für mich nicht überraschend, dass Onlinehändler privat lieber direkt beim Anbieter kaufen. Um Plattformen wie EBAY u.Co kommt man als Händler nicht drum herum, aber Gebühren, Provisionen etc. schmälern den Gewinn. Warum also sollte ich den Plattformen Geld in den Rachen werfen, wenn ich auch direkt kaufen kann. Aus Solidarität zu den Händler-Kollege n mache ich mir die kleine Mühe und schaue nach, ob der Anbieter evtl. einen eigenen Shop mit stimmigen Konditionen hat.
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#1 oejendorfer 2019-05-08 15:48
Glückwunsch ebay ! Hoffentlich bekommt ihr jetzt keinen "overdrive" und erhöht die Gebühren. Wir als Händler verkaufen schon über 17 Jahre auf ebay. Natürlich ging nicht immer alles reibungslos, aber es funktioniert. Bei ebay ist alles in der Darstellung übersichtlicher und strukturierter als bei amazon. Bei amazon ist alles so "wüschelig" wie wir Hamburger und viele Kunden sagen. Jetzt warten wir mal ab, wi das neue Bezahlsystem funktioniert. Gerade bei Kleinpreisigen Artikeln ist die Grundgebühr prozentual gesehen doch ein großer Batzen.
tschüs
Wolfgang
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