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In der Höhle der Löwen geht es wieder um große Investments. Wir stellen die StartUps der 7. Folge vor.
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Die Höhle der Löwen, Folge 7: Außergewöhnliche Pommes, Kaiserschlüpfer und sichere Kinder-Kommunikation
| Kategorie: Start-Ups

Monoqi will mit einer neuen Geschäftsführung und überarbeiteter Strategie wieder zum Erfolg finden. Dabei ist es dem neuen CEO besonders wichtig, Kunden mehr Zeit zum Einkaufen zu geben und damit die Geschwindigkeit aus dem Monoqi-„Hamsterrad“ zu nehmen.

Möbel im Wohnzimmer
© Photographee.eu / shutterstock.com

Es liegen ein paar turbulenten Monate hinter Monoqi. Der Shopping-Club mit Fokus auf Wohnaccessoires und Designermöbel stellte im Februar überraschenderweise einen Insolvenzantrag. Nur wenige Tage später wurde dieser allerdings wieder zurückgezogen, man konnte die Altinvestoren zu einer neuen Finanzspritze in Höhe von drei Millionen Euro überzeugen. Dennoch gab es kurze Zeit später entscheidende Veränderungen: Mit Niels Nüssler wurde ein neuer Geschäftsführer präsentiert, der Monoqi wieder auf die Erfolgsstraße zurückführen soll. Mit einem überarbeiteten Konzept soll dies nun gelingen.

Konzept vom geschlossenen Shopping-Club ist passé

Das Berliner Unternehmen hatte während seiner starken Wachstumsphase mehr als 20 Millionen Euro Verlust gemacht, die drei Millionen Euro der Investoren wurden in eine Neuausrichtung gesteckt. So ist Monoqi seit August kein geschlossener Shopping-Club mehr, der das Einkaufen erst nach Anmeldung möglich macht. Nüssler zufolge, hat es sich das StartUp mit dieser Strategie selber schwer gemacht, wie die Morgenpost schreibt. Viele potenzielle Kunden haben die Hürde zur Anmeldung als zu hoch empfunden. Dies ist nun passé.

Der neue Geschäftsführer hat das Unternehmen und dessen Arbeitsweise auch erheblich entschleunigt. Früher liefen Verkaufsaktionen über Monoqi nur bis zu 12 Tage, die Mitarbeiter haben sich nach eigenen Angaben wie in einem „Hamsterrad“ gefühlt. Zusätzlich förderten die kurzen Verkaufszeiträume das Verlustgeschäft. „Wir hatten nur diese eine Chance, das Geld wieder einzuspielen“, wird der 50-Jährige zitiert. Inzwischen besitzt der Shopping-Club ein festes Sortiment, um den Kunden mehr Zeit beim Einkauf zu geben. Die insgesamt 3,4 Millionen Kunden können aber weiterhin Mitglied beim Shopping-Club werden, für sie wird es auch in Zukunft zeitbegrenzte Verkaufsaktionen geben.

Ein Jahr Galgenfrist

Seitdem Monoqi nicht mehr nur ausschließlich eine geschlossene Verkaufsplattform ist, seien nach eigenen Angaben auch die Verkäufe wieder gestiegen. Dennoch ist es für das Berliner Unternehmen noch ein langer Weg. Bis Ende des Jahres erwarten die Investoren erste Bilanzen, insgesamt hat man Nüssler und seinem Team ein Jahr Zeit gegeben, um „richtig in Fahrt zu kommen“. Es bleibt spannend, ob sich das Berliner Unternehmen gegen die Konkurrenz um Möbel-Händler wie Westwing und Home24 behaupten kann.

Geschrieben von Corinna Flemming
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