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Rocket Internet hat seine Pläne für das aktuelle Jahr bekannt gegeben und blickt trotz sinkendem Aktienkurs optimistisch in die Zukunft.
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Rocket Internet will in diesem Jahr „durch die schwarze Null kommen“
| Kategorie: Samwer-watch

„Der größte Teil des Marketings kann heute über Systeme abgewickelt werden […].“ – Diese Aussage tätigte Oliver Samwer während der Digitalkonferenz Noah in Berlin. Als Beispiel führte der Chef von Rocket Internet den Modehändler Zalando auf, der in diesem Zusammenhang erst kürzlich eine Ankündigung machte.

Marketing-Buchstaben

© macgyverhh - Shutterstock.com

Aktuell scheint es en vogue zu sein, dass namhafte oder zumindest ranghohe Persönlichkeiten in die Zukunft blicken und Prognosen wagen, die zum Teil etwas fragwürdig anmuten. Dazu gehört beispielsweise Alex Spinelli: Der ehemalige Amazon-Manager, der nun bei LivePerson neue Kommunikationsmöglichkeiten erforscht, behauptet, dass Webseiten aufgrund besserer Alternativen wie Sprachassistenten in fünf Jahren ausgestorben sein werden. Und auch der Amazon-Gründer Jeff Bezos selbst hat vor Kurzem eine Vorhersage gewagt, die jedoch deutlich bodenständiger daherkam und mit der Zukunft seines Unternehmens zu tun hatte.

Nun kommt mit Oliver Samwer der Nächste hinzu, der eine Vorhersage trifft, die zugleich auch wieder als äußerst kühn bezeichnet werden muss. Wie t3n zu entnehmen ist, hat der Rocket-Internet-Chef während der Digitalkonferenz Noah in Berlin behauptet, dass spezielle Berufe wie etwa SEO- oder Social-Media-Manager in den kommenden Jahren wegfallen werden. „Der größte Teil des Marketings kann heute über Systeme abgewickelt werden – und künstliche Intelligenz und Automatisierung werden in den nächsten Jahren viele Menschen ersetzen“, äußerte Samwer laut t3n.

Samwer führt Zalando als Beispiel auf

Als Beispiel soll Samwer Zalando genannt haben: Der Modehändler kündigte Anfang März an, knapp 250 Mitarbeiter aus der Marketing-Abteilung entlassen zu wollen. Die entsprechenden Aufgaben sollen künftig nicht mehr von Menschen, sondern von Algorithmen und künstlicher Intelligenz übernommen werden, wobei das betroffene Personal neue Arbeit innerhalb des Unternehmens erhalten wird.

Die Prognose von Samwer wurde vor Ort vom Publikum angeblich eher stillschweigend zur Kenntnis genommen. Im Netz regte sich jedoch Widerstand, wie t3n direkt entdeckt hat. Sandra Winkler von Mindspace.me, einer Coworking-Plattform, schreibt beim Karrierenetzwerk LinkedIn, dass sie Samwers Aussagen unter keinen Umständen zustimmen könne. „Tech-Wissen ist definitiv wichtig für Marketing-Leute! Aber wir werden niemals von einem Code ersetzt!“ Dass Winkler selbst als Marketing-Managerin aktiv ist, muss in diesem Zusammenhang wohl kaum noch zusätzlich erwähnt werden.

Geschrieben von Christian Laude
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