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Entwickelt vom MIT

Künstliche Intelligenz soll Wikipedia-Artikel aktualisieren

Veröffentlicht: 13.02.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 13.02.2020
Wikipedia Artikel

Wikipedia gehört zu den meistgenutzten Webseiten der Welt – entsprechend wichtig sind Korrektheit und Akualität der Informationen. Das weltbekannte Massachusettes Institute of Technology (MIT) arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz (KI), die dabei helfen soll, die Artikel der Online-Enzyklopädie auf dem neusten Stand zu halten, wie Engadget berichtet. Noch ist die Technik aber nicht so weit.

So soll die KI Wikipedia aktuell halten

Die KI wurde von den MIT-Entwicklern darauf trainiert, Worte zu erfassen, die verändert werden müssen, um den Artikel zu aktualisieren. Erkennt die KI Unterschiede, markiert sie die entsprechenden Wörter mit sogenannten neutrality masker („Neutralitätsmaskierer“). Dann soll das Computersystem die entsprechenden Informationen tauschen, ohne dabei den Kontext und die Struktur zu verzerren oder zu zerstören – der „menschliche Tonfall“ soll erhalten bleiben, heißt es. „Statt Hunderte von Leuten, die an der Modifizierung jedes Wikipedia-Artikels arbeiten, braucht man nur noch einige wenige, weil das Modell hilft oder es automatisch macht. Das bietet dramatische Verbesserungen der Effizienz“, hofft Darsh Shah, ein MIT-Doktorand im Labor für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz.

KI des MIT im Test nicht gut genug

Doch in Tests schnitt der KI-Autor noch nicht gut ab – das System versagt vor allem in Sachen Rechtschreibung und Grammatik. Menschliche Tester haben die von der KI aktualisierten Artikel bewertet: Bei der Richtigkeit der Angaben gab es immerhin vier von fünf Sternen, bei der Grammatik nur 3,85 von 5. Die KI kann die Feinheiten der menschlichen Sprache also noch nicht durchschauen und nachbauen. Welche Quellen zur Aktualisierung die KI benutzt, wurde nicht genannt. Ein geeignetes System könnte dann aber nicht nur in der Wikipedia, sondern auch zur Aktualisierung von Medien-Artikeln oder zur Bekämpfung von Fake News zum Einsatz kommen. 

Die Relevanz der passenden Quelle wurde jüngst bei einem anderen Vorfall deutlich: In England griff Amazons Alexa auf eine noch unbestätigte Version eines Wikipedia-Artikels zu – und forderte die geschockte Nutzerin zum Selbstmord auf.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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