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Coronakrise

Modehändler Asos setzt auf Augmented Reality

Veröffentlicht: 15.05.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.05.2020
Asos Shop

Ein Riesenstudio, Fotografen, Models und viele Helfer – normalerweise ist ein Fotoshooting voll mit Menschen. Das geht in der Coronapandemie aufgrund der Beschränkungen natürlich nicht. Der britische Modehändler Asos nutzt daher sein Augmented-Reality-Projekt jetzt auch, um trotz Social Distancing seine Produkte realistisch präsentieren zu können, wie Retail Dive berichtet. 

Augmented Reality statt Shooting mit echten Fotomodels

Dafür werden bestehende Modelbilder per Augmented Reality in verschiedenen Kleidungsstücken gezeigt. Sechs Models sollen digital in bis zu 500 Produkte pro Woche eingefügt werden, heißt es. Asos arbeitet dafür schon seit Anfang des Jahres mit der israelischen Firma Zeekit zusammen. So müssen in Zeiten von Social Distancing und Corona keine Shootings vor Ort stattfinden. Die Models sind teils sogar angehalten, von zu Hause Fotos zu schicken, vermehrt werden jetzt auch Bilder ohne Menschen genutzt, heißt es.

Modehändler Asos will mit AR Retouren vermeiden

Der Vorteil für die Nutzer: Sie können sehen, wie die Artikel auf die Models passen und anhand von Größe, Schnitt und Passform jedes Kleidungsstück beurteilen. Durch eine so verbesserte Einschätzung soll eines der größten Probleme im Online-Handel mit Mode bekämpft werden: die leidigen Retouren, die immense Kosten verursachen. Auch der deutsche Konkurrent Zalando arbeitet mit Künstlicher Intelligenz an der Eindämmung von Rücksendungen. 

Das AR-Projekt „See My Fit“ startete schon vor der Coronakrise. „Es ist ein großartiges Tool, das uns zur Verfügung steht und uns hilft, jede Woche neue Artikel auf die Webseite zu bringen und den Kunden dabei realistische Produktabbildungen in einer Studioumgebung zu bieten, während der Schutz des Wohlergehens unserer Models und unseres Personals gewahrt bleibt“, sagt Tim Carey, Senior Content Manager bei den ASOS-Studios in der Pressemitteilung.

„Wir bei Zeekit freuen uns, dass wir unsere Leidenschaft und unser Fachwissen für hochwertiges digitales Ausprobieren von Mode mit der nötigen Sorgfalt für Social Distancing und die öffentliche Gesundheit verbinden können“, sagt Yael Vizel, CEO bei Zeekit.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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