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Digital Tech Newsflash

Facebook plant Verbot von Wahlwerbung vor den US-Wahlen

Veröffentlicht: 13.07.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 13.07.2020
Mark Zuckerberg

Einem Bericht von Bloomberg zufolge erwägt Facebook offenbar, Wahlwerbung auf seiner Plattform vor der US-Präsidentenwahl zu verbieten. Bloomberg beruft sich dabei auf Insider, die mit den Überlegungen vertraut sind. Eine Entscheidung darüber scheint aber noch nicht gefallen, offiziell will sich Facebook zu den Überlegungen bislang nicht äußern. Am 3. November wird in den USA der neue Präsident gewählt.

Facebook sieht sich in den vergangenen Wochen großer Kritik ausgesetzt, weil der Konzern zu wenig gegen Hassrede und umstrittene Beiträge unternehme. Vor allem mit Beiträgen von Donald Trump, die oft als gewaltverherrlichend eingeschätzt werden, gehe Facebook zu sanft um. Das hat mittlerweile zu einem Werbeboykott geführt und dieser könnte – sofern er konsequent durchgesetzt wird – Facebook am Ende zu einer positiven Entscheidung bzgl. des Wahlwerbeverbots bewegen, da er die größte Einnahmequelle des Konzerns bedroht. Die Organisatoren des Boykotts sind mit den Äußerungen von Mark Zuckerberg bislang aber alles andere als zufrieden.

Twitter geht gegen Identitäre Bewegung vor

Der Kurznachrichtendienst Twitter geht im großen Stil gegen die rechtsextreme Identitäre Bewegung (IB) vor. Am Freitag hat Twitter viele IB-Konten mit zehntausenden Followern überraschend gelöscht, wie das ZDF berichtet. Unter den gelöschten Konten sind auch die des Österreichers Martin Sellner, dem Sprecher der IB, und von Patrick Lenart, einem bekannten IB-Aktivist. Gelöscht wurden zudem die Profile diverser Regionalverbände und auch Ableger in Italien und Dänemark. Miro Dittrich, der bei der Amadeu-Antonio-Stiftung rechte Online-Netzwerke beobachtet, geht von einer umfangreich geplanten Aktion von Twitter aus. Derart umfangreiche Sperrungen würden lange Vorlaufzeiten voraussetzen. Verbliebene Identitäre riefen ihre Anhänger auf, ihnen auf Telegram zu folgen.

Ubisoft entlässt Führungskräfte wegen sexueller Belästigung

Der französische Spiele-Entwickler Ubisoft hat mehrere Führungskräfte entlassen. Kreativchef Serge Hascoët, Cécile Cornet, die globale Personal-Leiterin, und Yannis Mallat, Geschäftsführer des kanadischen Ubisoft-Studios, verlassen das Unternehmen. „Ubisoft war nicht in der Lage, seinen Mitarbeitern eine sichere und integrative Arbeitsumgebung zu garantieren. Dies ist nicht akzeptabel“, erklärte Ubisoft-Chef Yves Guillemot dem Spiegel zufolge. Man wolle entschlossen gegen „toxisches Verhalten“ vorgehen. Mehrere Mitarbeiter hatten in der französischen Zeitung „Libération“ anonym von moralischer und sexueller Belästigung berichtet.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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