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Apple muss 30 Mio. Dollar zahlen – wegen Warteschlangen

Veröffentlicht: 15.11.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.11.2021
Apple Haus

Die Mitarbeiter in den stationären Apple Stores wurden bis 2015 nach ihren Schichten kontrolliert, die Durchsuchung von Taschen und Co. nahm einige Zeit in Anspruch – teils mussten Mitarbeiter bis zu 45 Minuten warten. Wegen dieser verlorenen Zeit starteten Apple-Angestellte bereits im Jahr 2013 eine Sammelklage – die jetzt endlich entschieden wurde. Das Gericht entschied, dass Apple den rund 12.000 klagenden Mitarbeitern rund 30 Millionen Dollar an unbezahlten Überstunden nachzahlen muss, berichtet apfelpage.

Der Kampf ging durch mehrere Instanzen: 2015 wies ein Gericht die Klage gegen Apple zunächst zurück, ehe sie vor dem obersten kalifornischen Gerichtshof landete, der bereits 2020 das Urteil gegen Apple fällte. Jetzt erst ist der Streit endgültig beigelegt und Apple will die Strafzahlung akzeptieren. Die Apple-Mitarbeiter können nun maximal bis zu 1.200 Dollar erhalten. Die Kontroll-Methode in den Apple Stores wurde in dieser Form 2015 eingestellt.

Gerichtsurteil: Mecklenburg-Vorpommern hätte Luca-App nicht kaufen dürfen

Die Luca-App stand immer wieder in der Kritik, zuletzt etwa im aktuellen Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Das Oberlandesgericht Rostock urteilte nun, dass der Ankauf durch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (MV) unwirksam sei und gegen Wettbewerbsrecht verstoßen habe, wie Spiegel Online berichtet. Die Verantwortlichen hätten mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einholen müssen, statt den Auftrag direkt zu vergeben. Die Landesregierung MV hatte als erstes Bundesland nach eigenen Angaben im März 2021 eine Jahreslizenz der Luca-App für 440.000 Euro gekauft. Nach Angaben der Regierung hätte die Luca-App als einzige damals die nötigen Anforderungen erfüllt, das Gericht widerspricht dieser Aussage.

FBI-Hacker verschicken Fake Mails 

Hacker haben einen Server der US-Bundespolizei FBI gekapert und darüber Zehntausende gefälschte E-Mails verschickt. Laut Spiegel Online sollen die Hacker ironischerweise in den Fake Mails vor einem „ausgeklügelten Hackerangriff“ gewarnt haben. Das FBI verwies darauf, dass die unbekannten Hacker keine Daten der Behörde abrufen oder ändern konnten, weitere Schäden sind bisher nicht bekannt. Experten von Bleeping Computer vermuten, dass der Angriff dazu dienen sollte, den Cybersecurity- und Darknet-Experten Vinny Troia bloßzustellen. 

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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