Der frühe Vogel

Nach Roe v. Wade: Google löscht Besuchsdaten bei Abtreibungskliniken

Veröffentlicht: 04.07.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 04.07.2022
Google Maps

Google hat auf die Entscheidung des US-amerikanischen Supreme Courts reagiert, mit der das landesweite Recht auf Abtreibung aufgehoben wurde. Der Konzern wird künftig Abtreibungskliniken, Frauenhäuser, Aufklärungszentren und andere Orte automatisch aus dem Standortverlauf löschen, berichtet t3n. So wolle Google verhindern, dass die Besuchsdaten in der Strafverfolgung genutzt werden könnten.

Zuvor hatten verschiedene Stimmen die US-Unternehmen dazu aufgefordert, den Schutz der Privatsphäre zu verstärken. Google-CEO Sundar Pichai war von Parlamentariern der Demokraten explizit dazu aufgefordert worden, das Sammeln der Standortdaten einzuschränken. So solle er verhindern, dass die Daten „zum Werkzeug von Rechtsextremisten“ werden. 

Wann genau die Änderung der Standorterfassung in Kraft tritt, ist nicht klar. Google-Managerin Jen Fitzpatrick sprach von einer Umsetzung „in den kommenden Wochen“, ließ aber offen, wie die Standorte identifiziert werden würden und wie lange es dauern wird, bis die Einträge gelöscht werden. Gleichzeitig stellte sie aber eine Ausweitung der Maßnahme in Aussicht: Künftig will Google auch Standortdaten für Kinderwunschkliniken, Suchtkliniken und Einrichtungen zur Gewichtsabnahme löschen.

TikTok-Mitarbeiter können auf US-Nutzerdaten zugreifen

Die beliebte App TikTok steht immer wieder in der Diskussion, vor allem wenn es um den Datenschutz geht. Insbesondere in den USA wird die App hinsichtlich des Datenschutzes und der nationalen Sicherheit kritisch betrachtet. 

Nun hat TikTok-Chef Shou Zi Chew laut Heise Online in einem Brief bestätigt, dass Mitarbeiter in China auf US-Nutzerdaten zugreifen können – „vorbehaltlich einer Reihe von robusten Cybersicherheitskontrollen und Genehmigungskontrollen, die von unserem in den USA ansässigen Sicherheitsteam überwacht werden“, heißt es.

Chew erklärte allerdings, dass das Unternehmen mit der US-Regierung an einer Vereinbarung arbeite, um die Nutzerdaten und die Sicherheitsinteressen der USA vollständig zu schützen. Mit der chinesischen Regierung teile das Unternehmen schon jetzt keine Daten, bekräftigte Chew.

Der Einzelhandel zieht die Preise an

Die Lebensmittelpreise in Deutschland dürften in den kommenden Monaten weiter steigen und auch andere Sparten des Einzelhandels wollen offenbar an der Preisschraube drehen. Das ergab Zeit Online zufolge eine Umfrage des Ifo Instituts. „Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben“, erklärt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser in dem Bericht. 

Es gebe allerdings auch Anzeichen dafür, dass die Inflationsrate später im Jahr wieder sinken könnte. Unter anderem seien die Preiserwartungen in einigen Branchen, wie etwa Industrie, Baugewerbe und Großhandel, erneut gesunken.

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Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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