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Der frühe Vogel

Die CDU will ein Social-Media-Krisenteam aufbauen

Veröffentlicht: 02.10.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 02.10.2019
Annegret Kramp-Karrenbauer

Als der YouTuber Rezo im Mai zur „Zerstörung der CDU“ ausholte, war die Partei ihm schutzlos ausgeliefert. Die Reaktion der CDU auf das YouTube-Video wurde vielfach als tollpatschig aufgefasst und zeigte, dass die Partei nicht so wirklich mit Kritik im Netz umzugehen wusste. Wie Heise Online berichtet, hat Paul Ziemiak, Generalsekretär der Partei, nun Schwächen in der Öffentlichkeitsarbeit eingeräumt. 

Zeitgleich kündigte Ziemiak ein Ende dieser Schwächen an: Die CDU wolle eine „schnelle Eingreiftruppe mit geeigneten Spindoktoren für die sozialen Medien“ aufbauen, heißt es dazu bei Heise Online. Als Reaktion auf Rezo wolle man nun neue kommunikationspolitische Arbeitsabläufe in der Berliner Zentrale umsetzen. Um schneller auf Ereignisse im Netz reagieren zu können, soll ein „Krisenradar“ geschaffen und ein Newsroom mit einem „Team von etwa einem Dutzend Mitarbeitern“ aufgebaut werden. 

Die Strategie sei auf 54 Seiten ausgearbeitet worden und sehe Warnhinweise in drei Stufen vor: „Beobachten, Vorbereiten, Eingreifen“. Zudem soll das neue Krisenteam laufend darüber berichten, worüber das Netz diskutiert, worüber die CDU-Wähler diskutieren und wo die Partei eine Rolle spielt. Generell sei es Aufgabe der Nachrichtenredakteure, „cross-medial einheitlich und umfassend“ zu kommunizieren, um „zielgruppenspezifisch, kanalgerecht und zweckbestimmt“ die Menschen zu erreichen. 

WhatsApp testet selbstlöschende Nachrichten

Facebook und seine Töchter stehen schon länger in der Kritik, Funktionen von Snapchat zu kopieren. Nun wird eine weitere von Snapchat bekannte Funktion auch bei der Facebook-Tochter WhatsApp umgesetzt: Nach Angaben von t3n.de finden sich in der neuesten Beta-Version des WhatsApp-Clients erste Spuren der Möglichkeit, selbstlöschende Nachrichten zu verschicken. 

Das Feature soll sich aber noch in einem sehr frühen Stadium befinden und bisher nur im Zusammenhang mit Gruppenchats entdeckt worden sein. Bisher sei die zeitliche Konfiguration, bis die Nachrichten sich löschen, und die Umsetzung der Einstellungen noch recht grobschlächtig verbaut. Sollte das neue Feature umgesetzt werden, dürfte es trotzdem wohl noch einige Monate dauern, bis Nutzer es tatsächlich anwenden können.

Lebensmittel-Händler dominieren den stationären Einzelhandel

Der stationäre Einzelhandel stellt den Online-Handel noch immer in den Schatten. Die größten Anbieter im Stationär-Geschäft sind dabei Lebensmittel-Händler, wie Spiegel Online berichtet. Das habe das Kölner Handelsforschungsinstitut EHI ermittelt und ein Ranking der 1.000 stärksten stationären Einzelhändler aufgestellt. Demnach belegen Supermarktketten und Discounter neun der Top-10-Plätze. 

An der Spitze stehen dabei die Edeka-Supermärkte, die auf einen Nettoumsatz von 27 Milliarden Euro kommen, gefolgt von Lidl und Aldi Süd. Auch Rewe, Netto, Kaufland, Aldi Nord, Penny und Real finden sich unter den zehn größten Händlern wieder. Die 1.000 stationären Einzelhändler sollen einen Nettoumsatz von 311 Milliarden Euro, also fast 60 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, im Jahr 2018 erwirtschaftet haben. Allein die drei größten stationären Händler übertrafen laut EHI mit einem Umsatz von 56 Milliarden Euro den gesamten Umsatz im deutschen Online-Handel.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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