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E-Shopper-Barometer von DPD

Deutsche Online-Shopper kaufen immer mehr in China

Veröffentlicht: 17.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 17.01.2019 | Gelesen: 2518 mal
China E-Commerce

Die deutschen Online-Kunden bestellen immer mehr Waren im Ausland. Laut dem E-Shopper-Barometer von DPD hat etwa jeder zweite deutsche Online-Shopper schon bei einem ausländischen Webshop zugegriffen. Insgesamt beträgt der Anteil der Online-Auslandskäufe am deutschen Gesamtvolumen aber erst rund 17 Prozent.

Die Deutschen kaufen dabei vor allem in China: Der Löwenanteil von 44 Prozent entfällt auf Händler aus dem Reich der Mitte. Beachtlich: Die Zahl ist seit 2016 um 33 Prozentpunkte gestiegen. Auch auf Amazon bieten immer mehr chinesische Händler ihre Waren an. In der Liste der beliebtesten Einkaufsländer folgen dahinter die USA und Großbritannien. Das könnte sich in den nächsten Jahren durch den Brexit allerdings ändern, schon jetzt gibt es erste Folgen des geplanten Austritts

Darum kaufen deutsche Online-Shopper im Ausland

Der wichtigste Grund für einen Kauf bei einem ausländischen Webshop ist die fehlende Verfügbarkeit des Produktes in deutschen Shops, erst danach folgt der billigere Preis. Insgesamt achten die Deutschen bei ihrem Online-Händler vor allem auf den Versand. Rund 80 Prozent erwarten kundenfreundliche Lieferoptionen wie Next Day Delivery oder eine Sendungsverfolgung in Echtzeit. Fast ebenso wichtig ist es für die deutschen Besteller, den etwaigen Zeitpunkt der Lieferung innerhalb eines 1-Stunden-Fensters zu kennen. Zwei Drittel würden dafür sogar den Anbieter wechseln. Kostenlose Retouren bzw. kostenloser Versand sind nur für rund ein Drittel der Befragten entscheidend. Allerdings würden fast 40 Prozent der Shopper, die schon einmal im Ausland gekauft haben, in Zukunft wegen der langen Lieferzeiten komplett auf Bestellungen im Ausland verzichten.

Am liebsten kaufen die deutschen Kunden im Ausland Produkte aus den Bereichen HighTech und Elektronik, DVD/CD/Videogames und Mode. 

Deutsche Online-Händler bekommen mehr Konkurrenz aus China und den USA 

„Das aktuelle E-Shopper-Barometer zeigt vor allem eines: Erfolgreicher Online-Handel steht und fällt mit dem Versand. Die gute Nachricht: Rund um die eigentliche Lieferung der bestellten Ware gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die eigenen Prozesse zu optimieren und vor allem die Kundenzufriedenheit zu verbessern“, zieht Andreas Reß, Chief Sales Officer bei DPD Deutschland, ein Fazit der Studie. „Das aktuelle Phänomen der Auslandsbestellungen ist hingegen weitestgehend losgelöst von den Versandoptionen. Angesichts der Konkurrenz aus China und den USA wächst der Druck auf den deutschen Online-Handel zusehends.“

Für das E-Shopper-Barometer befragte DPD über 24.000 Konsumenten in 22 Ländern (davon 1.550 in Deutschland). Hier geht es zur Studie. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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Kommentare  

#3 Heidemann 21.01.2019, 18:28 Uhr
@Andreas Schlagenhauf

Also Sorry - das ist reine Propaganda - diesen Artikel an die EU oder Trump senden und Sie bekommen 2x die Ehrenmedaille in Gold (für was auch immer)
ob nun komplett oder in Teilen - Telefone Computer Elektrogeräte nennt jeder sein eigen - manche können ohne manche schon garnicht mehr leben - und wo wird das alles hergestellt ?
richtig in China - beschwert sich da jemand über die Qualität ?
wenn man dann auch noch überlegt das diese Produkte Staatsweit in Behörden und ,und ..... eingesetzt werden - dann sollte man sich jederzeit wohl schon auf den Untergang gefasst machen !
Mode Auto´s Schiffe Bahn usw. usw. - vielleicht nicht alles nach unsern geschmack - aber Schrott ?
im Billig-Schrott produzieren - braucht sich Deutschland nicht zu verstecken -
wenn man mal die billigsten Artikel für ? Wundertüten ? oder ähnliche Knaller zusammennimmt - wird wohl das Deutsche Produkt schon nach der hälfte der Zeit den Geist aufgeben und das ohne 12000 Km Transportweg.
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#2 Andreas Schlagenhauf 19.01.2019, 09:31 Uhr
Der Grund dafür, dass so viele Deutsche bei Händlern aus China einkaufen, dürfte aber auch der sein, dass viele gar nicht wissen, dass sie gerade etwas aus China gekauft haben. Nehmen wir beispielsweise nur mal eBay. Wenn ich hier etwas suche, ganz gleich was, dann werden mir erst mal zig Chinaangebote angezeigt, selbst wenn ich als Artikelstandort "Deutschland" angebe und nicht etwa "eBay Deutschland". Letzteres ist ja übrigens voreingestellt und ich bin mir sicher, vielen ist das gar nicht mal bewusst. Viele achten dann auch gar nicht auf den Standort. Und selbst wenn es sich beim zumindest angegebenen Standort beispielsweise um Frankfurt/Oder oder Bremen handeln sollte ist es doch oftmals so, dass die Ware in Wirklich dann doch aus China verschickt wird, was vor allem dadurch klar sein sollte, wenn als Lieferzeit irgendwas zwischen 2 und 8 Wochen angegeben wird. Auch meine Frau und ich sind schon oft auf solche Angebote reingefallen und jedes Mal ärgern wir uns wieder grün und blau, denn ich persönlich bin schlichtweg nicht gewillt, immer wieder nur irgendwelchen Müll zu bekommen, den ich am Ende doch schon nach kurzer Zeit oder gar sofort entsorgen kann. Klar, China ist für Deutschland ein Billiglohnland. Aber wer hätte gedacht, dass auch China solche Billiglohnlände r hat, in denen dann die Chinesen produzieren lassen, weil es ihnen im eigenen Land, also in China, zu teuer ist!? So etwas wissen viele auch nicht. Da wundert es am Ende auch nicht mehr, wenn man sich den ganzen Schrott, der da verkauft wird, mal genau anschaut. Klar, Geiz ist geil, die Leute wollen alles billig, billig, billig, am liebsten sogar geschenkt. Aber ich bin mir sicher, ein Löwenanteil dieser Zahlen basiert auf der extrem offensiven, ja beinahe schon aggressiven Täuschung der Kunden durch die chinesischen Händler.
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#1 Ali der Barbar 18.01.2019, 08:12 Uhr
Die Zahlen sind absolut nachvollziehbar und dürften sogar noch weiter steigen. Das einführen von Gesetzen welche nur Händler treffen die Ihren Sitz in Deutschland haben wird das nicht stoppen. Das neue Verpackungsgese tz z.B. könnte von Xi Jinping stammen ...
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