Der frühe Vogel

Google soll nächste Millionenstrafe wegen Marktmachtmissbrauchs zahlen

Veröffentlicht: 15.09.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 15.09.2021
 Google Komplex

Google muss in Südkorea ein Millionenbußgeld zahlen, weil der Konzern seine Marktmacht bei Betriebssystemen und auf dem App-Markt missbraucht habe, berichtet die FAZ. Demnach habe die zuständige Kartellbehörde eine Strafe in Höhe von rund 207 Milliarden Won (150 Millionen Euro) gegen den US-Internetkonzern verhängt.

Der Vorwurf der südkoreanischen Kartellwächter: Google beeinträchtige den Wettbewerb, indem Smartphone-Hersteller daran gehindert wurden, Versionen des Android-Betriebssystems an ihre Bedürfnisse anzupassen und auf ihren Geräten zu installieren. Herstellern sei es somit unmöglich, innovative Produkte mit neuen Dienstleistungen anzubieten. 

Die Entscheidung will Google offenbar nicht auf sich sitzen lassen: Wie der Spiegel berichtet, wolle der US-Konzern in Berufung gehen. Die Entscheidung spiegele Google zufolge nicht wider, welche Vorteile Android den Verbrauchern biete.

Google ist nicht der einzige US-Konzern, der von den Behörden in Südkorea kritisch beäugt wird. Das Land ergreift zunehmend Maßnahmen, um die Macht von Google und Apple im Bereich Apps und Spiele einzugrenzen. So hatte das Parlament kürzlich ein neues Gesetz verabschiedet und damit den Zwang für Entwickler zu einer von den App-Plattformen vorgegebenen Bezahlmethode illegal gemacht. 

Lieferengpässe: Großbritannien wartet mit Einfuhrkontrollen

Ursprünglich wollte die britische Regierung ab dem 1. Oktober vollständige Kontrollen in Bereichen wie der Einfuhr von Nahrungsmitteln oder Tierprodukten einführen. Wie RND berichtet, sollen diese nun aber erst am 1. Januar 2022 beginnen. „Wir wollen, dass sich Unternehmen auf ihre Erholung von der Pandemie konzentrieren, statt neue Vorschriften an der Grenze bewältigen zu müssen“, erklärte der Brexit-Minister David Frost die Entscheidung.

Die Versorgungsengpässe auf der Insel sind mittlerweile dramatisch: Durch die Pandemie und den EU-Austritt fehlt es in Großbritannien massiv an Lkw-Fahrern. Vor allem der Handel mit frischen Lebensmitteln sei betroffen, meldet der Spiegel. Großbritannien hat die Einführung von Kontrollen bereits zum zweiten Mal verschoben und stößt damit auch der EU vor den Kopf: Die Einfuhrkontrollen sind nämlich Teil des Brexit-Abkommens. 

Intuit übernimmt Mailchimp

Der E-Mail-Vermarktungsdienstleister Mailchimp wurde von dem US-Software-Konzern Intuit übernommen. Für die Übernahme zahlte Intuit rund zwölf Milliarden US-Dollar in bar und in Aktien, berichtet t3n. Die Transaktion soll bis Ende des zweiten Geschäftsquartals 2021/2022 (zu Ende Januar) abgeschlossen sein, heißt es weiter.

Mit diesem Betrag ist die Mailchimp-Übernahme die bisher größte in Intuits Firmengeschichte. Im vergangenen Jahr hatte der Software-Konzern das Finanzunternehmen Credit Karma für 7,1 Milliarden Dollar aufgekauft. Mailchimp hatte sich selbst für einen möglichen Verkauf angeboten.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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