Der frühe Vogel

Google-Mutter: Gewinn geht zurück, Umsatz steigt

Veröffentlicht: 27.07.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 08.08.2022
das Google-Logo am europäischen Hauptsitz des Unternehmens

Alphabet, der Mutterkonzern des Suchmaschinenriesen Google, hat Zahlen für das vergangene Quartal vorgelegt – und die sind durchaus solide: Der Umsatz konnte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 69,7 Milliarden Dollar wachsen. Der Überschuss sackte leicht ab und erreichte statt der 18,5 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr aktuell nur noch 16 Milliarden Dollar, wie es in einer dpa-Meldung bei der WirtschaftsWoche heißt.

Gut sieht es auch mit Blick auf das Steckenpferd des Konzerns aus: Der Werbebereich kletterte um 11,6 Prozent auf insgesamt 56,3 Milliarden Dollar. Allerdings sind auch bei Alphabet die Wirkungen der hohen Inflation sowie der angeschlagenen Wirtschaft zu spüren, denn werbetreibende Unternehmen lassen es aufgrund der Wirtschaftslage langsamer angehen und schrauben ihre Ausgaben zurück. Somit zeichne sich auch ein Abschwung im digitalen Werbegeschäft ab.

Im Bereich der Google-Suche legte das Werbegeschäft trotz des abflauenden Trends immerhin ein Plus um 13,5 Prozent auf 40,7 Milliarden Dollar vor. Die Erlöse beim Video-Portal YouTube stiegen um 4,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Alles in allem konnte Google die Erwartungen der Analysten zwar nicht ganz erfüllen, dennoch brachten die Zahlen einen leichten Aufschwung an der Börse mit sich: Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie des Konzerns um gut zwei Prozent.

Vinted zeigt Übernahme-Interesse an Rebelle

Die litauische Secondhand-Plattform Vinted ist offenbar in Shopping-Laune und will sich den deutschen Konkurrenten Rebelle einverleiben. Am vergangenen Montag hat das Unternehmen ein öffentliches Angebot vorgelegt, die Rebelle-Aktien für 1,34 Euro das Stück zu übernehmen. Aktuell sei Rebelle mit mehr als 22 Millionen Aktien an der Börse in Stockholm notiert.

Aus den Reihen des „Bid Committee“ von Rebelle sei den Aktionären nahegelegt worden, auf das Angebot einzugehen. Die Rebelle-Hauptaktionäre, die gemeinsam rund 64,70 Prozent am deutschen Unternehmen halten, haben indes bereits ihr Einverständnis verlauten lassen.

„Als Branchenkollegen verfolgen wir Rebelle seit vielen Jahren und sind von ihrem Angebot und dem, was sie im Luxussegment erreicht haben, beeindruckt“, wird Vinted-Gründer und -CEO Thomas Plantenga von Fashion Network zitiert. „Durch die Kombination von Rebelles Expertise in diesem Segment mit der geografischen Reichweite und der breiten Mitgliederbasis von Vinted sehen wir ein großes Potenzial, um ein verstärktes Wertangebot für Verbraucher zu schaffen und letztendlich eine erhöhte Nutzung von Gebrauchtwaren zu fördern.“

Deutsche fühlen sich online überwacht

Sechs von zehn Menschen in der Bundesrepublik machen sich um ihre Privatsphäre und die Nutzung ihrer privaten Daten Sorgen, wenn sie im Internet unterwegs sind. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die CasinoOnline.de durchgeführt hat. Von einer unbedachten Jugend lässt sich dabei mit Blick auf die Analyse nicht sprechen, denn es sind gerade die jüngeren Generationen, die beunruhigt scheinen. Bei den Befragten zwischen 25 und 34 Jahren lag die Skepsis demnach bei 62 Prozent, bei den Nutzern über 55 Jahren bei nur noch 53 Prozent.

„Besonders unwohl fühlen sich die Menschen, wenn sie Unternehmen online ihre Bankdaten mitteilen müssen, gefolgt von Telefonnummer, medizinischen Daten, der Krankengeschichte und Fotos. Politische Meinungen teilen 46 Prozent der Männer ungern mit und 38 Prozent der Frauen“, schreibt die Internetworld zur Studie.

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Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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