Paypal sieht sich als „Marke, die für Vertrauen und Sicherheit steht“

Veröffentlicht: 21.01.2016 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 21.01.2016

Paypal-CEO Dan Schulman hat beim World Economic Forum in der Schweiz ein Interview gegeben. Darin ging es unter anderem um das Unternehmen selbst, aber vor allem um das digitale Payment-Geschäft an sich. Dieses sieht er als weitaus effizienter an als die klassische Barbezahlung.

Paypal-Endgeräte

nevodka / Shutterstock.com

Für Ebay und Paypal geht es nach der Trennung im letzten Jahr mit dem Tagesgeschäft weiter, ohne dass mittlerweile noch erheblich über die Trennung der beiden Unternehmen und der dazugehörigen Auswirkungen berichtet wird. Beim World Economic Forum in der Schweiz hat sich nun Paypal-CEO Dan Schulman in einem Interview mit Bloomberg zur Zukunft seiner Payment-Variante und zur digitalen Bezahlung generell geäußert.

Paypal und seine Vorteile

Er stellt zunächst fest, dass beim zuletzt stattgefundenen Black Friday zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt mehr Menschen online als stationär eingekauft haben. Deswegen rückt Schulman in dem Interview insbesondere die Zukunft der mobilen Payment-Möglichkeiten in den Vordergrund und meint: „Man hat derzeit die gesamte Power einer Bankfiliale in seiner Handfläche.“

Schulman meint weiterhin, dass „Händler sich nicht so sehr um die digitalen Zahlungsmethoden“ an sich kümmern, sondern eher darum, mithilfe dieser näher an die Kunden zu kommen. Deswegen ist er der Meinung, dass das kontaktlose Bezahlen eher ein nettes Gimmick darstellt, was für die Kunden im Endeffekt jedoch nicht unbedingt relevant ist. Er sieht eher andere Faktoren im Mittelpunkt: Payment-Dienste wie eben Paypal können insbesondere auch offline dazu beitragen, dass Kunden an der Kasse vorausschauend bezahlen beziehungsweise Warteschlangen sogar überspringen können.

Vier wichtige Payment-Faktoren

Innerhalb der Payment-Anbieter wie beispielsweise Apple Pay sieht Schulman zwar Konkurrenz – viel wichtiger ist ihm jedoch die Tatsache, dass immer noch über 85 Prozent der weltweiten Bezahlungen in bar stattfinden. Deswegen sieht er es eher als Mission der digitalen Dienste, „ineffiziente“ Bezahlmethoden wie eben Bargeld durch effiziente Möglichkeiten zu ersetzen.

Hierfür hält Schulman natürlich vor allem Paypal als geeignet. Er bezeichnet sein Unternehmen insgesamt als „Marke, die für Vertrauen und Sicherheit“ steht. Letztendlich nennt der Paypal-CEO vier elementare Faktoren, die er auch im Vergleich mit anderen Payment-Anbietern heranzieht. Dazu gehören: die Anzahl an aktiven Nutzern, die Anzahl an Transaktionen pro Nutzer, das Umsatzwachstum und die Liquidität. Im Mittelpunkt soll jedoch auch hier stehen, was der Kunde verlangt und was Unternehmen wie Paypal tun können, um dem entgegenzukommen.

 

Kommentare  

#2 Mike Jerome 2016-01-22 13:50
Bis heute hat es PayPal nicht geschafft, dass z.B. Rechnungskauf via PayPal Plus funktioniert, obwohl die Funktion bereits für Ende 2015 angekündigt war. Nun spricht man von Mitte 2016. Soviel zu "Vertrauen und Sicherheit"!
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#1 Heinicke 2016-01-22 09:09
Das es für Paypal lukrativ ist ist klar. Ist es denn noch niemanden aufgefallen, das bei kleineren Summen (unter 10,--€) Paypal bis zu rund 10% Gebühren kassiert ? Ich halte das für Wucher. Wurde das eine Bank machen wurde es als Skandal durch die Medien gehen. Bei Paypal wird es hin genommen. Was für eine Lobby muss da arbeiten wenn man sogar auf World Economic Forum eingeladen ist.
Paypal ist nur durch die Zwangskollektiv ierung durch Ebay groß geworden.
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