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Projekt „Zweite Chance“

Ikea bietet Rückkauf gebrauchter Möbel in allen Filialen

Veröffentlicht: 08.07.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 08.07.2019
Zwei Frauen in einer Ikea-Filiale

Ab dem 15. Juli können Ikea-Kunden in Deutschland ihre Möbel an das schwedische Unternehmen zurück verkaufen, wie das Unternehmen bekanntgab. Das Projekt trägt den Namen „Zweite Chance“. Ein entsprechender Test im vergangenen Herbst in fünf Ikea-Häusern war erfolgreich. Der Test sei von den Kunden gut angenommen worden. 

So funktioniert Ikeas „Zweite Chance“

„Wir beobachten heute ein wachsendes Bedürfnis der Menschen, nachhaltiger zu konsumieren. Die 'Zweite Chance' ist eines unserer Angebote dazu“, erklärt Christiane Scharnagl, Sustainability Managerin bei Ikea Deutschland. Auf der Seite www.IKEA.de/ZweiteChance können interessierte Kunden checken, ob ihr benutztes Möbelstück für einen Rückkauf in Frage kommt. Generell kauft Ikea nur Möbel zurück, die sich in einem „einwandfreien bis guten Zustand“ befinden. Anhand eines Fragebogens wird ein Preisvorschlag gemacht, der Kunde kann dann das zusammengebaute Stück bei einer Filiale abgeben und erhält dafür eine Guthabenkarte im Wert des Preisvorschlags. Die Second-Hand-Möbel werden von Ikea gemeinsam mit Ausstellungstücken und Retouren in dem Bereich Fundgrube wieder verkauft.

Möbel zum Rückkaufpreis plus Mehrwertsteuer

Mit dem Verkauf gebrauchter Möbel in der Fundgrube ist man bei Ikea bereits zufrieden. 2018 wurden dort rund 3,5 Mio. Produkte wieder verkauft. „Dass es einen Markt dafür gibt, zeigt der Abverkauf in der Fundgrube: Die allermeisten Produkte finden innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer“, so Christiane Scharnagl. Das Unternehmen betont jedoch, dass man am Weiterverkauf der gebrauchten Möbel „nichts verdienen“ möchte – das Produkt wird zum Rückkaufpreis angeboten, Neukäufer müssen nur noch die Mehrwertsteuer obendrauf zahlen.

Das Projekt „Zweite Chance“ reiht sich ein in Ikeas Nachhaltigkeitsstrategie „People & Planet Positive“. Demnach will das Unternehmen bis zum Jahr 2030 „klimapositiv“ werden – heißt: Möglichst wenig Emissionen verursachen und so dem Klimawandel entgegenwirken. Dazu gehört auch, dass Ikea plant, Möbel zu vermieten. In Deutschland soll im Herbst 2019 ein Testlauf starten. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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