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Blackbee Insights Pricing Report 2019

DIY-Anbieter passen kaum ihre Preise an

Veröffentlicht: 08.11.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 08.11.2019
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Wenn es um Dynamic Pricing – also die dynamische Preisanpassung – geht, hat die Do-it-yourself-Branche noch einiges an Potenzial. Zu diesem Ergebnis kommt der Blackbee Insights Pricing Report 2019, der im Auftrag von Webdata Solutions durchgeführt wurde. Demnach passten die wenigsten Händler ihre Preise in dem viermonatigen Beobachtungszeitraum an: 404 Händler senkten auf Google Shopping ihre Preise nur sehr selten (bis zu 100 mal), 373 Händler erhöhten ihre Preise ebenso selten. 

Dagegen stehen 42 Händler mit Preissenkungen bzw. 39 Händler mit Preiserhöhungen, die ein aktives Pricing – also 100 bis 500 Preisänderungen – vorweisen konnten. Anbieter, die ihre Preise 500 bis 2.500 mal anpassten und damit laut dem Report über ein „dynamisches Pricing“ verfügen, sind überaus selten: Nur 12 Händler senkten ihre Preise dynamisch und nur 9 Händler erhöhten sie dynamisch. 

Der Konkurrenzdruck im DIY-Bereich steigt

„Die wenigsten Anbieter punkten mit einem strategischen, aktiven Preismanagement“, so das Fazit von Webdata Solutions. „Mit besonders vielen Preisänderungen stechen vor allem kleinere Multichannel-Baumärkte und Online Pure Player heraus.“ Gerade letztere seien mit einer dynamischen Preispolitik im Netz besonders erfolgreich. Wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten zudem ermittelt habe, seien Online-Pure-Player im Jahr 2018 für rund die Hälfte des gesamten DIY-Umsatzes im E-Commerce verantwortlich gewesen.

Der Konkurrenzdruck im DIY-Bereich nimmt dabei online stark zu: Heimwerker informieren sich nicht nur online über Produkte, sondern kaufen das Material auch zunehmend im Netz. 2018 stiegen die Umsätze mit DIY-Artikeln um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für dieses Jahr erwartet der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten immerhin noch ein Umsatzwachstum von 8,2 Prozent. Um sich im Wettbewerb behaupten zu können, ist ein richtiges Preismanagement nicht zu unterschätzen. 

1,2 Milionen Angebote untersucht

Webdata Solutions beobachtete für den Blackbee Insights Pricing Report die Preiserhöhungen und -senkungen bei rund 900 ausgewählten DIY-Produkten im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende August 2019. DIe Preisentwicklungen wurden sowohl in den Online-Shops der drei größten deutschen Baumarkt-Ketten sowie bei Google Shopping ausgewertet. Die Preissuchmaschine sei dabei „mit erheblichem Abstand der wichtigste Ort für dynamische Preisanpassungen“ gewesen. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 1,2 Millionen Angebote ausgewertet. 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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