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Schwedischer Möbelriese

Ikea kann Online-Umsätze in Deutschland um mehr als 30 Prozent anheben

Veröffentlicht: 22.11.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 22.11.2019
Ikea-Filiale mit Logo an der Hauswand

Mit seinen aktuellen Geschäftszahlen dürfte der Möbelriese Ikea durchaus zufrieden sein: In Deutschland wuchs der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019, das bis 31. August andauerte, um 5,5 Prozent und erreichte knapp 5,3 Milliarden Euro. Das Wachstum konnte damit beschleunigt werden. Mit Blick auf die weltweiten Geschäfte stiegen die Erlös um 5,0 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro.

Ikea: Online-Ausbau der Geschäfte zahlt sich aus

Und auch das Engagement im Online-Segment, welches das Unternehmen in den vergangenen Jahren an den Tag gelegt hat, rentiert sich spürbar, denn hier verbuchte Ikea in Deutschland die größten Sprünge: Bei den Online-Umsätzen konnte ein sattes Plus von 33,2 Prozent auf 494 Millionen Euro erreicht werden. Damit liegt der Online-Anteil an den gesamten Erlösen nun bei 9,4 Prozent, was im Vergleich mit dem Vorjahr einem Zuwachs um zwei Prozentpunkte entspricht.

„Damit zeigt sich, dass unsere Strategie, sich auf den Ausbau des Online-Geschäftes und die nahtlose Verknüpfung aller Kanäle zu konzentrieren, bei unseren Kunden gut angekommen ist“, wird Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland, in einer Dpa-Meldung bei W&V zitiert.

Während die 53 deutschen Möbelhäuser zusammen gut 50 Millionen Kunden auswiesen und somit einen Rückgang von rund 5,1 Prozent verbuchen, ist die Zahl der Online-Shopper um beeindruckende 50,3 Prozent auf drei Millionen gestiegen. Dabei waren die Warenkörbe im Online-Segment im Schnitt noch immer deutlich höher: Online gaben die Kunden durchschnittlich 163,64 Euro aus (minus zwölf Prozent), stationär waren es nur 99,97 Euro (plus 11,2 Prozent).

Ikea setzt auf Kombination der Kanäle

Obwohl die Online-Sparte von Ikea in Deutschland weiter wächst, will Ikea nicht ins reine Online-Segment einsteigen. In einem Interview mit der WirtschaftsWoche verwies Ikea-Deutschland-Chef Dennis Balslev jüngst auf die Relevanz beider Kanäle, wenn diese gut gekoppelt sind: 

„Unser Ziel ist es, On- und Offline zu kombinieren. Es gibt Firmen, die sich entschieden haben, reine Online-Händler zu sein. Wir wollen das nicht. Unser Businessmodell ist ein anderes als das von Otto oder Amazon. Wir wollen nicht die größten Online-Möbelhändler herausfordern, wir wollen in der Kombination von beidem die Nummer eins sein.“

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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