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„Mehr und mehr überkompensiert“

Hornbach rechnet mit deutlichem Plus bei Umsatz und Ertrag – trotz Coronakrise

Veröffentlicht: 19.05.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 19.05.2020
Filiale der Baumarktkette Hornbach

Die vergangenen Wochen und Monate waren für die Wirtschaft nicht leicht und brachten Filialschließungen und – für viele Unternehmen – auch Existenznöte mit sich. Hornbach scheint allerdings gut durch die Krise gekommen zu sein: Der Baumarktriese geht davon aus, dass im ersten Geschäftsjahresviertel (das bis zum 31. Mai läuft) sowohl der Umsatz als auch der Ertrag im Vergleich „signifikant über den Vorjahreswerten liegen“, heißt es in einer dpa-Meldung beim Handelsblatt.

So ließ das Unternehmen verlauten, dass die Einbußen, die durch die Schließung der stationären Geschäfte verzeichnet wurden, „mehr und mehr überkompensiert“ werden konnten. Möglich geworden sei dies aufgrund der hohen Umsätze in den teilweise geöffneten oder auch wiedereröffneten Filialen, aber auch in den Online-Shops.

Hornbach geht von risikoreicher Zukunft aus

Trotz der hervorragenden Entwicklungen blickt Hornbach nicht unbedingt unbeschwert in die Zukunft: Für die restlichen drei Quartale des aktuell laufenden Geschäftsjahres 2020/21 geht der Vorstand des Unternehmens demnach von immensen konjunkturellen Risiken aus, die sich durch die noch schwer abschätzbaren Folgen der Covid-19-Pandemie begründen. „Dies werde sich voraussichtlich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres negativ auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hornbach-Gruppe auswirken“, heißt es weiter.

Die Börse reagiert zufrieden

Nach aktuellen Prognosen geht die Baumarktkette für das gesamte Geschäftsjahr von einem etwa gleichbleibenden Konzernumsatz aus, der wohl bei 4,7 Milliarden Euro liegen wird. Beim Ebit prognostiziert Hornbach sogar ein Ergebnis, das leicht unter dem Wert des Vorjahres liegen wird.

An der Börse kamen die Ergebnisse dennoch gut an: Im nachbörslichen Handel erhielt die Aktie einen Schub um rund fünf Prozent. Die endgültigen Zahlen für das noch laufende Geschäftsquartal werden für den 26. Juni 2020 erwartet.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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