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Unterstützung stationärer Händler

Zalando weitet Connected Retail aus und erwartet deutliches Wachstum

Veröffentlicht: 18.06.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 18.06.2020
Zalando

Bereits am 1. April reagierte Zalando auf die Coronakrise und passte das Connected-Retail-Programm an. Partnern des Programms wurde dabei etwa die Kommission erlassen. Die Änderung, die ursprünglich nur bis zum 31. Mai laufen sollte, wurde nun bis Ende 2020 verlängert und wird außerdem auf weitere Märkte ausgeweitet.

Wie das Unternehmen mitteilt, gilt die Regelung ab dem 1. Juli auch für Polen, Schweden und Spanien. Zalando verzichtet auf eine Provision und zahlt Umsätze wöchentlich an die Partner aus, damit diese handlungsfähig bleiben.
Dabei wird bei neuen Partnern für zwei bzw. drei Monate auf die Provision verzichtet, die wöchentlichen Auszahlungen gelten bis Ende des Jahres für alle Partner. „Die Krise ist noch nicht vorbei und die Händler sehen nach wie vor spürbare Auswirkungen auf ihr Geschäft“, erklärt Carsten Keller, Vice President Direct-to-Consumer bei Zalando. Da sich die Innenstädte nur langsam wieder füllen, wolle man diejenigen Händler unterstützen, „die von der Krise am härtesten getroffen wurden: stationäre Händler“.

An die Zalando-Plattform sind aktuell mehr als 1.800 Händler abgeschlossen, dem Konzern zufolge werden pro Tag 41.000 Bestellungen verschickt. Via Connected Retail werden seit dem Jahr 2016 Händler an die Plattform angebunden. Stationäre Händler und Marken mit mindestens einem Ladengeschäft können an dem Programm teilnehmen.

Zalando rechnet mit Umsatzsteigerung

Die Coronakrise bekam auch Zalando selbst zu spüren. Im ersten Quartal lag der Verlust bei knapp 100 Millionen Euro, die Kundennachfrage brach vor allem im März massiv ein. Der Umsatz konnte immerhin leicht gesteigert werden. Für das laufende zweite Quartal erwartet der Konzern eine Erholung der Situation. Es werde mit einer „signifikanten“ Umsatz- und Ergebnissteigerung gerechnet, „die deutlich über den aktuellen Markterwartungen liegt“, heißt es vom Unternehmen. Dies liege an einem veränderten Konsumverhalten, vor allem der vermehrten Nutzung digitaler Angebote, aber auch am Ausbau des Partnerprogramms. Man rechne mit einem Umsatzwachstum vom 19 Prozent und einem bereinigten Gewinn von 104 Millionen Euro. Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal werden am 11. August veröffentlicht.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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