Der frühe Vogel

Arbeitsminister Heil sieht beim Homeoffice „Luft nach oben“

Veröffentlicht: 07.01.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 07.01.2022
Hubertus Heil

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat vor dem geplanten Bund-Länder-Treffen am Freitag nochmal nachdrücklich auf die Vorgaben zur Homeoffice-Pflicht hingewiesen. Er erinnerte dem Spiegel zufolge daran, dass das Infektionsschutzgesetz regele, dass Homeoffice von den Unternehmen angeboten und von den Arbeitnehmern auch wahrgenommen werden müsse, wo immer es möglich sei.

Zwar sei die Nutzung von Homeoffice seit der Regelung durch das Infektionsschutzgesetz wieder spürbar angestiegen, „aber da ist noch Luft nach oben“, so Heil. Vor wenigen Tagen zeigte beispielsweise eine Ifo-Umfrage, dass Unternehmen sich nicht an die Pflicht halten. „Deshalb jetzt der klare Appell an die Unternehmen, wo immer möglich Homeoffice anzubieten und die klare Aufforderung an die Beschäftigten, wann immer möglich von zu Hause zu arbeiten.“

Heil wies zudem darauf hin, dass mit der Homeoffice-Regelung im vergangenen Frühjahr ein „signifikanter Beitrag“ zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet worden sei. Mit der nun ansteckenderen Omikron-Variante, die sich ausbreitet, sei das nun umso mehr nötig, so der Arbeitsminister. Von dem anstehenden Bund-Länder-Treffen erwarte Heil, dass es nochmal Hinweise auf verstärktes Arbeiten im Homeoffice geben werde.

„Klar ist aber auch: Langfristig wird uns nur Impfen helfen“, betonte Heil, der deshalb dazu aufrief, sich impfen zu lassen. „Wir weiten dazu die Angebote auch weiter massiv aus, so beteiligen sich mittlerweile auch viele Jobcenter an der Impfkampagne.“

Die Ministerpräsidentinnen, -präsidenten und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wollen heute ab 13 Uhr in ihrer ersten Videoschalte nach dem Jahreswechsel über das Infektionsgeschehen und weitere Schutzmaßnahmen beraten.  

Crash am Kryptomarkt: Bitcoin und Co. brechen stark ein

Am Kryptomarkt ist es zu heftigen Kursstürzen gekommen. Der Bitcoin fiel der WirtschaftsWoche zufolge innerhalb von 24 Stunden um fast acht Prozent auf etwa 42.800 Dollar. Damit erreichte die älteste und bekannteste Kryptowährung den niedrigsten Stand seit September vergangenen Jahres. Aber nicht nur der Bitcoin war betroffen: Der gesamte Kryptomarkt hat innerhalb von 24 Stunden fast neun Prozent der Marktkapitalisierung verloren.

Damit wurden gut 200 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet, so die WiWo. Obwohl es sich bei Kryptowährungen um höchst volatile Anlagen handelt, sehe der Analyst Timo Emden in dem Kurssturz „keine normale Konsolidierung“. Auslöser für die Verluste sei ein am Vorabend veröffentlichtes Protokoll der US-Notenbank Fed, die eine restriktivere Geldpolitik in Aussicht gestellt hat, um der Inflation entgegenzuwirken. 

Deutschland: Inflationsrate steigt auf 5,3 Prozent

Apropos Inflation: In Deutschland wird die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat, im Dezember 2021 voraussichtlich +5,3 Prozent betragen, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Im Jahresdurchschnitt 2021 werde die Inflationsrate voraussichtlich bei 3,1 Prozent liegen, so Destatis weiter. Wie der Spiegel berichtet, liegt die Inflationsrate damit so hoch wie seit 1993 nicht mehr.

Die Gründe für diese Entwicklung seien vielschichtig, erklärt das Amt: Vor allem die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze im Kampf gegen die Auswirkungen der Coronakrise sowie der Preisverfall der Miniralölprodukte wirken sich demnach erhöhend auf die Gesamtteuerung aus. Dazu kommen Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die die Lage noch verschärfen.

Die endgültigen Werte zur Inflation im Dezember und Gesamtjahr 2021 will das Statistische Bundesamt am 19. Januar 2022 veröffentlichen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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