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Case Study Social Media-Marketing: Die Strategien der Top 10 E-Commerce-Riesen

Veröffentlicht: 14.12.2015 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 14.12.2015

Facebook, Twitter, Pinterest und Co. – an den sozialen Netzwerken kommt man auch als Unternehmen nicht mehr vorbei. Eine Case Study von Talkwalker hat jetzt die Top 10 Online-Händler unter die Lupe genommen und untersucht, mit welchen Social Media-Strategien sich die Unternehmen gegen die Konkurrenz behaupten.

Geschäftsmann hält ein Tablet mit Social Media Text

(Bildquelle Social Media Marketing: zaozaa19 via Shutterstock)

Auch wenn der Verkauf über die sozialen Netzwerke noch in den Kinderschuhen steckte und nur bedingt von den Kunden angenommen wird, sind Facebook und Co. dennoch extrem relevant für E-Commerce-Unternehmen. Denn es gibt kaum ein besseres Medium, um mit den Kunden in Kontakt zu treten. Und die User nehmen dieses Angebot sehr gern an. Aber wie genau sehen die einzelnen Social Media-Marketing-Strategien eigentlich aus? Eine neue Case Study von Talkwalker hat nun die Top 10 Online-Händler unter die Lupe genommen und untersucht, welche Strategien Unternehmen wie Amazon und Etsy oder Alibaba und JD.com anwenden.

Amazon ist Etsy auf den Fersen

Wenn man das Beispiel Amazon Handmade vs. Etsy betrachtet, muss einem bewusst sein, dass es den Amazon Marktplatz für Selbstgemachtes noch nicht sehr lange gibt. Die Macher der Studien wollten entsprechend herausfinden, ob es Amazon gelungen ist, Etsys Vorherrschaft anzugreifen. Dafür wurde geprüft, wer stärker mit dem Begriff „selbstgemacht“ verbunden ist. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Etsy weiter vorherrschend mit rund 98 Prozent Share of Voice in sozialen Unterhaltungen mit Bezug auf das Keyword ist. Allerdings ist Amazon Handmade am Aufholen. Auf längerformatigen Kanälen wie News oder Blogs hat Amazon immerhin schon einen Anteil von knapp 29 Prozent. Daran sind vor allem auch die Medien beteiligt, da bedeutende Publikationen die Entwicklung von Amazon Handemade verfolgen. Solche Artikel werden von den Usern sehr häufig geteilt. Als Fazit lässt sich Etsy als eindeutiger Gewinner deklarieren, aber der höhere Share of Voice von Amazon in den längerformatigen Kanälen macht die Präsenz des Neulings deutlich.

Amazon Handemade vs. Etsy – Share of Voice
© Talkwalker.com | Ausschnitt aus „Case Study - Kampf der Marken-Riesen: 10 E-Commerce Unternehmen Kopf an Kopf auf Social Media“

 

Alibaba mit 60.000 Erwähnungen am Singles Day

Weiterhin vergleicht die Studie die beiden E-Commerce Giganten Alibaba und JD.com. Auch wenn beide Unternehmen in Europa vielleicht noch nicht die große Rolle spielen, konnte beide Unternehmen am chinesischen Singles Day mit Umsätzen in Milliardenhöhe auf sich aufmerksam machen. Wie die Untersuchung jedoch zeigt, liegt Alibaba beim Gesamt-Online-Share-of-Voice weit vor JD.com. Beide Unternehmen weisen zwar eine Erwähnungsspitze am Singles Day auf, jedoch liegt die bei Alibaba weit höher.

Alibaba vs. JD.com – Share of Voice
© Talkwalker.com | Ausschnitt aus „Case Study - Kampf der Marken-Riesen: 10 E-Commerce Unternehmen Kopf an Kopf auf Social Media“

Auch beim sogenannten Cashtag (finanzielle Erwähnungen) liegt Alibaba weit vor JD.com. Die Studienautoren stellen für beide Unternehmen generell Erwähnungsspitzen zu gleich Zeit fest, was darauf hindeutet, dass Finanzkommentatoren aus dem Social Media-Bereich beide Unternehmen miteinander verknüpfen. Das Fazit der Studie zeigt deutlich, dass JD.com ein signifikantes Wachstum hat, Alibaba aber international die viel bekanntere chinesische E-Commerce-Marke ist.

Die perfekte Social Media-Strategie gibt es nicht

Insgesamt zeigt die Studie, die hier kostenfrei bestellt werden kann, dass die E-Commerce-Riesen die sozialen Plattformen sehr unterschiedlich nutzen. Während die einen versuchen, die sozialen Unterhaltungen zu beeinflussen und zur eigenen Website zu lenken, erachten andere wiederum eine Social-Media-Community mit hohem Engagement als wertvoll. Die Case Study zeigt also deutlich, dass es nicht die eine perfekte Strategie gibt und jedes Unternehmen selbst herausfinden muss, welche sich für die eigene Marke am besten eignet.

 

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