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Neuer Authentifizierungsservice für Europa, Indien und Kanada

Amazon sagt Produktfälschungen mit Transparency den Kampf an

Veröffentlicht: 11.07.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
Amazon-Logo auf einem Paket

Amazon verstärkt in Europa, Indien und Kanada den Kampf gegen Produktfälscher. Wie das Unternehmen bekanntgab, wird der Authentifizierungsservice Transparency nun auch auf Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien und Kanada ausgeweitet. Der Authentifizierungsservice ermöglicht es Markenherstellern, ihre Produkte mit einem eindeutigen Code, dem sogenannten Transparency-Code, zu versehen. Damit sollen gefälschte Produkte erkannt und ihr Verkauf unterbunden werden.

Der Transparency-Code ermögliche es Kunden, Markeninhabern, Amazon und weiteren Akteuren der Lieferkette, jede Produkteinheit eindeutig zu authentifizieren, erklärt das Unternehmen. Das sei „der effektivste Weg, um Fälschungen über die gesamte Lieferkette hinweg zu bekämpfen und zu verhindern“, heißt es weiter. 

Authentifizierung vom Markenhersteller bis zum Kunden

„Fälschungen sind ein branchenweites Problem – online und offline. Wir sind davon überzeugt, dass die besten Lösungen gegen Fälschungen auf Partnerschaften basieren, in denen Amazons technologische Innovationen mit dem umfangreichen Wissen der Markeninhaber kombiniert werden“, so Dharmesh Mehta, Amazon Vice President, Customer Trust and Partner Support. Das Unternehmen habe Transparency entwickelt, um Markeninhabern eine einfache und skalierbare Lösung zu bieten. Das Ziel: Fälschungen sollen aus dem Verkehr gezogen werden, bevor sie überhaupt dem Kunden zugänglich gemacht werden.

Bei dem Transparency-Code handelt es sich um einen individuellen Code für jede Produkteinheit, der von den Markenherstellern auf ihren Produkten angebracht wird. Wird ein solches Produkt auf Amazon bestellt, scannt Amazon den Code und verifiziert damit die Echtheit der Ware. Auch Kunden sind in der Lage, den Transparency-Code mit einer App zu scannen und damit die Authentizität des Produkts selbst zu prüfen – ganz gleich, wo sie das Produkt gekauft haben. Die Markeninhaber haben die Möglichkeit, über den Code weitere Angaben bereitzustellen – etwa das Produktionsdatum und den -ort. Auch weiterführende Produktinformationen lassen sich über den Code hinterlegen und abrufen.

250.000 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen

In den USA beteiligen sich nach Angaben von Amazon bereits 4.000 Marken an dem Transparency-Programm. Insgesamt seien bereits 300 Millionen eindeutige Codes für diese Marken generiert. Die bisherige Bilanz der Bemühungen: 250.000 Fälschungen von Transparency-fähigen Produkte seien aus dem Verkehr gezogen worden, bevor sie den Kunden erreichten. Im aktuellen Jahr habe es keine Meldung zu Fälschungen von Produkten gegeben, die vollständig in Transparency integriert waren, betont Amazon.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 Orlo 2019-07-12 12:26
Ja es hat keine Fälschungen gegeben, weil die Fälscher einfach keinen Code übermitteln, im Zweifel einen neuen EAN Code vergeben und die Kunden davon nicht viel wissen.
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