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26.10.2018 – Deutsche skeptisch gegenüber der Digitalisierung | Facebook: Geringe Strafe für Datenskandal | Briten kaufen regelmäßig bei ausländischen Händlern

Veröffentlicht: 26.10.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 25.10.2018

Laut einer Studie stehen die Deutschen der Digitalisierung eher skeptisch gegenüber, Facebook muss für den Datenskandal um das Datenleck eine eher geringe Strafe bezahlen und britische Online-Shopper kaufen gerne bei Händlern aus Übersee ein. 

Facebook-Logo
© Ink Drop / shutterstock.com

Deutsche sehen kaum positive Potentiale der Digitalisierung

Nach Auffassung vieler deutscher Bundesbürger stecken in der zunehmenden Digitalisierung wenig positive Potenziale. Das geht aus einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervor, welche das Vodafone Institut in Auftrag gegeben hat. Demzufolge sehen 48,2 Prozent der Deutschen die Potenziale der Digitalisierung als positiv oder sehr positiv an. In den USA, China und Indien liegen diese Zahlen mit 54,7 Prozent,  83,3 Prozent und 89,4 Prozent deutlich höher, schreibt Heise Online. "Unsere Studie zeigt, dass viele Europäer den vermeintlichen Status quo bedroht sehen", wird Inger Paus, Geschäftsführerin des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation zitiert. "Den westlichen Industrienationen ist offenbar der Fortschrittsglaube abhandengekommen." Einer der Hauptgründe, für die Skepsis gegenüber der Digitalisierung ist unter anderem die Angst vor der Automatisierung was mit der Furcht des Jobverlustes einhergeht. 

Datenskandel: Höchststrafe für Facebook fällt sehr gering aus

Anfang des Jahres wurde der Datenskandal rund um Facebook und die Datenanalysefirma Cambridge Analytica bekannt. Damals waren über 50 Millionen User von dem Datenleck betroffen. Jetzt wurde dem sozialen Netzwerk von der britische Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO) die Höchststrafe dafür auferlegt, die dem US-Konzern allerdings kaum schmerzen wird: 500.000 Pfund (umgerechnet rund 565.000 Euro) muss Facebook für den „schweren Verstoß“ gegen das geltende Recht bezahlen, berichtet die FAZ. „Zwischen 2007 und 2014 hat Facebook die personenbezogenen Daten von Nutzern unrechtmäßig verarbeitet, indem es Anwendungsentwicklern ohne hinreichend klare und informierte Zustimmung Zugang zu ihren Daten gewährt hat. Der Zugang wurde auch dann ermöglicht, wenn die Nutzer die App nicht heruntergeladen haben, sondern einfach nur mit Personen befreundet waren, die die App hatten,“ wird das ICO zitiert. Die Behörde kritisiert vor allem, dass Facebook den Datenmissbrauch schon im Dezember 2015 entdeckt habe, aber nicht genug für die Aufklärung und den Schutz der Mitglieder getan hat. 

Britische Online-Shopper kaufen gern über die Grenzen hinweg ein

Jeder dritte britische Online-Shopper kauft regelmäßig bei ausländischen Händlern ein, 15 Prozent kaufen sogar mindestens einmal wöchentlich Produkte aus Übersee. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie die unter 2.000 Briten durchgeführt wurde. Für einen Großteil spielt der Preis die entscheidende Rolle, bei ausländischen Shops einzukaufen. 55 Prozent gaben dies als ausschlaggebenden Faktor an. Besonders die männlichen User sind dem Cross-Border-Handel offen gegenüber eingestellt. 79 Prozent der befragten Teilnehmer gaben laut ecommercenews an, im vergangenen Jahr etwas aus einem anderen Land gekauft zu haben. Bei den Frauen waren es 66 Prozent. Für die Studienteilnehmer, die sich gegen den Einkauf aus Übersee entschieden haben, sind vor allem die längeren Wartezeiten (28 Prozent),  der Mangel an Markenkenntniss (21 Prozent) sowie die Importkosten (20 Prozent) die Hauptgründe. 

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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