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Digital Tech Newsflash

Instagram-Gründer visualisieren Corona-Ausbreitung – in Echtzeit

Veröffentlicht: 20.04.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 20.04.2020
US-Bürger mit Masken

Auf der eigens eingerichteten Webseite RT.live kann man in Echtzeit den Verlauf der Corona-Epidemie in den USA verfolgen. Realisiert haben das Projekt die Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger. Die Seite zeigt den Verlauf mithilfe von Live-Daten für die einzelnen Bundesstaaten der USA. Die Instagram-Gründer nutzen dafür Daten aus dem Covid Tracking Project. Dabei wird die effektive Reproduktionsrate herangezogen, die die durchschnittliche Anzahl an Menschen verfolgt, die das Coronavirus von einer einzelnen infizierten Person bekommen.

„Liegt der Wert über 1, wächst die Zahl der Neuansteckungen schnell. Liegt sie unter 1, dann haben wir die Sache unter Kontrolle“, macht Kevin Systrom gegenüber Bloomberg noch einmal deutlich. Mit dem Projekt wolle man ein sehr komplexes Thema auf eine simple Zahl herunterbrechen, unter der sich jeder etwas vorstellen kann. RT.live solle den Menschen helfen, zu verstehen, ob sie in Gefahr sind, wenn etwa die Wirtschaft in ihrem Bundesstaat wieder hochgefahren wird. Darum sei eine lokale Betrachtung der Zahlen auch sinnvoller als eine globale.

Das bestätigt sich, wenn man sich die Zahlen anschaut, die RT.live für die einzelnen Bundesstaaten berechnet. Derzeit (Stand: 20.04.2020) befindet sich der Wert in 15 Bundesstaaten unter 1, in den restlichen liegt er darüber. Die Unterschiede fallen teilweise sehr deutlich aus. In Connecticut liegt die Rate bei gerade einmal 0,42, in North Dakota dagegen bei 1,7. Im Bundesstaat New York, der besonders stark unter der Pandemie leidet, liegt er aktuell bei 1,0.

Polizei bildet Cyber-Spezialisten aus

Die deutsche Polizei hat die Gefahr erkannt, die von Kriminellen im Internet ausgeht. Die Behörden in Hessen starten den neuen Studiengang Cyberkriminalistik. Damit wolle man besonders geschulten Nachwuchs heranziehen und die Digitalkompetenz der Polizei erhöhen. „Wir wollen besser werden, um frühestmöglich auch im Internet Gefahren für die Bürger abzuwehren“, erklärt der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) laut Heise. Im Bereich Cybercrime sei ein steter Anstieg der Fallzahlen zu erkennen, die finanziellen Schäden allein in Hessen werden auf 20 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Der Studiengang, der in diesem Wintersemester beginnen soll, ist als dreijähriges Bachelor-Studium angelegt.

Bund: Rund eine Milliarde für IT-Berater

Seit 2015 läuft die Modernisierung der Bundes-IT, bei der Rechenzentren und Arbeitsplätze aufgerüstet und aktualisiert werden sollen. In das Projekt sind bereits Milliarden Euro geflossen, ein nicht unerheblicher Teil davon ging nach Spiegel-Informationen an Berater. Bis Ende 2019 habe das Bundesinnenministerium 250 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Bis 2025 seien weitere 400 Millionen Euro eingeplant. Im November wurde das Projekt neu organisiert, mehrere Aufgaben wurden dem Finanzministerium übertragen. Das sorgt nun für weitere Mehrkosten: Für dieses Jahr seien dort 238,7 Millionen Euro für „externe Unterstützung“ vorgesehen. Über weitere Beraterkosten bis 2025 will man bislang keine Auskunft geben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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