Kuriose Produkte im E-Commerce

Smarte Apple-Socken, Roll-Koffer 2.0 und Hightech-Schuhe für Blinde

Veröffentlicht: 12.10.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 12.10.2021
Gitamini

Apple arbeitet an smarten AR-Socken, Tec-Innovation will sehbehinderten Menschen mit einem Alarm-Schuh helfen und ein rollender Koffer folgt seinem Besitzer. Im neuen Teil unserer Serie „Kuriose Produkte im E-Commerce“ geht es diesmal um fußaffine Innovationen.

Apple-Socken für Gamer?

© Screenshot: uspto.gov

Apple, bekannt als Hightech-Schmiede, arbeitet wohl an einem Paar smarter Socken, wie ein Patentantrag zeigt. Laut appleinsider handelt es sich dabei um Socken, die von Hohlräumen umgeben und mit Magneten, Sensoren und Mini-Motoren ausgerüstet sein könnten. Diese könnten dann gemeinsam mit einer Datenbrille etwa bei Augmented-Reality-Anwendungen zum Einsatz kommen: So könnten Signale an den Füßen etwa einen Nutzer durch eine Stadt führen oder Gamer könnten beim Zocken durch Vibrationen oder Wärmesignale verschiedene Untergründe im Spiel „fühlen“. Vor allem bei Sport-Spielen könnte die Technik genutzt werden und ein realistischeres Erlebnis vermitteln, wie etwa beim Fußball oder Eislaufen. Das Patent bezieht sich dabei nicht nur auf Socken, sondern verschiedene mögliche Geräte. Ob und wie das Patent schließlich umgesetzt wird und welche Produkte auf den Markt kommen, ist ungewiss. 

Smarte Schuhe warnen Blinde vor Hindernissen

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Das österreichische Unternehmen Tec-Innovation hat gemeinsam mit der Technischen Universität Graz einen speziellen Schuh für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt. „InnoMake“ ist u. a. mit Ultraschall-Sensoren ausgestattet, die die Umgebung analysieren und den Träger bei Hindernissen mittels Vibrationen, LEDs am Schuh oder über Kopfhörer bzw. einen kleinen Lautsprecher warnen. Die Sensoren sollen bis zu vier Meter weit reichen. „Du merkst gar nicht, dass du High-Tech trägst. Die nahtlose Integration in den Alltag wird durch komplexe Algorithmen des InnoMakes, welche das System intelligent aktivieren und deaktivieren, noch verstärkt“, heißt es auf der Seite des Herstellers. Der smarte Schuh ist als Medizinprodukt zugelassen. Ein komplett ausgerüstetes Paar Schuhe kostet 3.200 Euro. Und die beiden Kooperationspartner arbeiten auch an einer Weiterentwicklung des Schuhs: Dann soll sogar eine kleine Kamera integriert werden, wie die TU Graz ankündigt. Aus den gesammelten Informationen der Schuh-Nutzer könnte eine Art Street-View-Navigationskarte für sehbehinderte Menschen erstellt werden.

Der Rollkoffer 2.0, der dir hinterherfährt

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In den Scheibenwelt-Romanen des Fantasy-Autors Terry Pratchett gibt es „Truhe“, ein magisches Möbelstück mit Hunderten kleiner Beine, die ihrem Besitzer überallhin folgt. Ganz so fantastisch ist der Gita Mini von Piaggio Fast Forward (ein US-Tochter-Unternehmen von Vespa) zwar noch nicht, aber trotzdem recht beeindruckend. Der kleine Lastenroller, der etwas an R2D2 aus „Star Wars“ erinnert, wiegt selbst 14 Kilo, trägt rund zehn Kilo und fährt mit knapp 10 km/h hinter seinem Käufer her, muss aber noch über Hindernisse wie Treppen und Bordsteine gehoben werden, berichtet das Tech-Portal engadget. Der Akku soll rund sechs Stunden bzw. 21 Kilometer halten.

Der Gita Mini ist eine weiterentwickelte kleinere Version – sein größerer Vorgänger war zu massig, um zwischen Fußgängern zu manövrieren. Durch die Software des neuen Gita Mini soll er seinem Nutzer in sicherem Abstand und mit angemessener Geschwindigkeit folgen und die Bewegungen der anderen Menschen um ihn herum antizipieren. „Er vereint die nächste Generation der Robotik in einem kompakteren und modischeren Gehäuse“, sagt Greg Lynn, Geschäftsführer von Piaggio Fast Forward zum neuen Mini-Modell. Den kleinen Rollkoffer 2.0 gibt es in den fancy Farben Boardwalk Beige und Spark Citron. Ab 15. Oktober ist er für 1.850 US-Dollar erhältlich.

Im letzten Teil unserer Serie stellten wir ein Homeoffice-Spielset für Kinder und Sonys Hals-Hufeisen für die Video-Konferenz vor.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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