Digital Tech Newsflash

EU-Digitalkommissarin Vestager sorgt sich um Datenschutz bei TikTok

Veröffentlicht: 24.08.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 24.08.2020
Margrethe Vestager

TikTok erobert vor allem die jungen Nutzer in der Social-Media-Welt, auch Online-Händler entdecken die Möglichkeiten der Video-App. Die App spielt mit rund zwei Milliarden Downloads seit 2014 in einer Liga mit Facebook, Instagram und Co. Doch immer wieder gibt es Kritik am Umgang mit den Daten – jetzt auch von EU-Digitalkommissarin Margarethe Vestager. Im Interview mit dem Tagesspiegel äußert sie „Bedenken wegen Privatsphäre und Datenschutz“ bei TikTok.

Ein häufig gehörter Vorwurf: TikTok leite Nutzerdaten etwa an die chinesische Regierung weiter. „Chinesische Firmen müssen nach unseren Regeln spielen“, betont Vestager nicht nur beim Datenschutz, sondern auch in Sachen fairer Wettbewerb. Hier müsse müsse die EU klar machen, dass die Grundsätze des fairen Wettbewerbs gelten. „Alles andere wäre unfair gegenüber Unternehmen, die hier ihre Steuern zahlen, Arbeitsplätze und Innovationen schaffen“, so die Vizechefin der EU-Kommission, die auch schon für ihr resolutes Vorgehen gegen die Tech-Riesen der USA bekannt ist. Bislang habe es jedoch in der EU zumindest keine wettbewerbsrechtlichen Beschwerden wegen TikTok gegeben.

Im Kampf gegen die teilweisen Monopole von Apple, Facebook und Co. sieht sie zumindest in den USA „eine Zeitenwende“. Die US-Regierung könnte die Digitalunternehmen womöglich künftig stärker regulieren – obwohl der jüngste Auftritt der Tech-Bosse vor dem US-Kongress eher nicht darauf schließen lässt, wie OnlinehaendlerNews kommentierte. Sowohl in den USA als auch in der EU laufen mehrere Kartellverfahren gegen die Konzerne. 

Datenportabilität: Das hat Facebook mit den Nutzerdaten vor

Die USA arbeitet an einem Gesetz zur Datenportabilität, der Weitergabe von Verbraucherdaten an etwaige Konkurrenten. Auch Facebook bringt sich mit einem eigenen Entwurf in die künftige Gesetzesregelung ein, wie t3n berichtet. Demnach will es das blaue Netzwerk seinen Nutzern erleichtern, ihre Inhalte für mehrere Plattformen gleichzeitig zu erstellen bzw. dort anzubieten – auch bei anderen Unternehmen.

Demnach könnten die Facebook-Nutzer zum Beispiel ihre Bilder auch auf anderen Plattformen teilen oder Facebook-Veranstaltungen in Kalender-Tools von externen Anbietern einbinden. Bisher war das nur etwa zwischen Facebook und dessen Tochterunternehmen Instagram möglich, seit Kurzem können Nutzer aber auch Videos und Fotos von Facebook in die Google Cloud laden. Ob und welche Änderungen im Detail kommen, ist noch unklar. Allerdings sollen sie schon in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

Apple ist 2.000.000.000.000 US-Dollar wert

Wie wertvoll kann ein Unternehmen an der Börse sein? Apples Antwort: Zwei Billionen US-Dollar. Das ist ein neuer Rekord in Sachen Marktkapitalisierung, zumindest für ein US-Unternehmen, wie das Handelsblatt berichtet.

Der Kurs einer Apple-Aktie liegt derzeit bei rund 468 US-Dollar. Seit dem coronabedingten Tief im März ist der Kurswert um 107 Prozent gestiegen. In seinen jüngsten Quartalszahlen konnte Apple mit einem Quartalsumsatz von knapp 60 Milliarden US-Dollar aufwarten.

Ist die Rekordzahl an sich schon berauschend – Apples Wachstumstempo macht ähnlich atemlos. Denn bis zum Börsenwert von einer Billion US-Dollar im August 2018 brauchte Apple rund 37 Jahre, für den Sprung zur zweiten Billion dann nur noch zwei Jahre. Apple wurde 1976 von Steve Wozniak, Steve Jobs und Ron Wayne gegründet und ging 1981 an die Börse. Allerdings ist Apple nicht das allererste Unternehmen mit diesem Rekordwert: Auch der saudi-arabische Öl-Konzern Saudi Aramco hatte die Marke schon Mal geknackt.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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