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Der frühe Vogel

Google Shopping benachteiligt Idealo und Co. offenbar weiter – trotz Rekordstrafe

Veröffentlicht: 30.09.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 11.11.2020
Google Zentrale

Obwohl Google vor drei Jahren eine Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro von der EU-Kommission aufgebrummt bekommen hatte, hat der Konzern die monierte Geschäftspraxis offenbar nicht beendet. Wie eine Studie der Unternehmensberatung Lademann & Associates laut Heise Online ergeben hat, führen die Suchergebnisse bei Google Shopping „nach wie vor meist direkt zu Anbietern und benachteiligen dadurch Konkurrenten, die Preisvergleiche anbieten“.

Demnach würden weniger als ein Prozent des Traffics von Google zu einer Shopping-Seite wie Idealo oder Kelkoo geleitet. 10,5 Milliarden Klicks von 25 Konkurrenten wurden im Zuge der Untersuchung analysiert. Produkte von Händlern, die über Idealo und Co. laufen, tauchen kaum bei Google Shopping auf. 

Nach der Rekordstrafe hatte Google noch Besserung gelobt: Die Shopping-Sparte sollte als Tochterunternehmen von Alphabet ausgegliedert werden und künftig mit Wettbewerbern bei Google um Anzeigenplätze bieten. „Wir geben den Shopping-Vergleichsdiensten die gleiche Möglichkeit, Produktanzeigen von Händlern auf Google-Suchseiten anzuzeigen wie Google Shopping“, erklärte der Konzern damals. 

Google zufolge vernachlässige die Studie den Einfluss des Shopping-Verhaltens der Nutzer. Der Konzern wertet die damals ergriffenen Maßnahmen als erfolgreich und verweist darauf, dass rund 600 Shoppingdiensten inzwischen „Milliarden von Klicks“ verschafft wurden.

Corona-Soforthilfen: Mutmaßlicher Betrüger festgenommen

In Engelsbach wurde ein 46 Jahre alter Geschäftsmann festgenommen. Ihm wird der FAZ zufolge vorgeworfen, gemeinsam mit Komplizen mehrfach versucht zu haben, unrechtmäßig an Corona-Soforthilfen zu kommen. Fünfmal soll der mutmaßliche Betrüger unter falscher Identität Anträge über das Online-Portal des Regierungspräsidiums Kassel gestellt haben.

Unterstützt wurde der 46-Jährige von einem 44-jährigen Geschäftsmann. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden in einem Fall erfolgreich. In einem zweiten Fall hatten sie zwar ebenfalls Hilfsgelder in Höhe von 10.000 Euro erhalten, die Bank sperrte allerdings das Konto, weil sie Verdacht schöpfte. 

Wirecard: Ermittler durchsuchen die Büroräume erneut

Die Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München wurde erneut von Ermittlern durchsucht. Wie der Spiegel berichtet, stehe die Razzia in Zusammenhang mit einer Kreditlinie über 100 Millionen Euro, die Wirecard von der KfW-Tochter Ipex-Bank im September 2018 erhalten hatte. Für den Kredit seien keine Absicherungsgeschäfte getätigt worden, es drohe also ein Totalverlust. 

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft erklärte, es gehe um den Anfangsverdacht der Untreue. Es werde gegen Verantwortliche einer Bank in Frankfurt wegen einer Kreditlinie ohne Absicherung ermittelt. Die KfW bestätigte, dass die Geschäftsräume der Ipex-Bank durchsucht wurden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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