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Ebay-Chef Devin Wenig hat sich jetzt klar gegen einen Wettstreit mit Amazon geäußert und will sich möglichst weit weg vom Konkurrenten positionieren.
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Ebay-CEO Devin Wenig: „Ich möchte nicht mit Amazon konkurrieren“
| Kategorie: Internationales

Der Kampf der chinesischen E-Commerce Giganten geht weiter: JD.com will sich in Europa deutlich von seinem Konkurrenten Alibaba distanzieren und wirbt für seinen sicheren Handel mit Luxusprodukten.

Mann im blauen Anzug, Schal und mit Uhr
© Claudia K / Shutterstock.com

„Null-Toleranz-Politik“ und Premium-Dienstleistungen

Wie EcommerceNews.eu mit Verweis auf Informationen von Reuters schreibt, möchte der chinesische Online-Händler JD.com auf seiner Plattform mehr Luxusmarken aus Europa haben. Im gleichen Zug will sich das Unternehmen deutlich von seinem Rivalen Alibaba abgrenzen. Bei dem World Retail Congress in Madrid meinte Winston Cheng, President of International bei JD.com, dass sein Unternehmen eine schnellere Lieferung und einen besseren Betrugsschutz als sein großer Konkurrent Alibaba bieten kann. Des Weiteren würde das Unternehmen eine „Null-Toleranz-Politik“ vertreten, wenn es um gefälschte Ware geht.

JD.com soll bei mehr als 90 Prozent der Bestellungen eine Lieferung am selben oder nächsten Tag versprechen. Laut Reuters zielt das Unternehmen darauf ab, Luxuskäufern Premium-Dienstleistungen anzubieten. Cheng zufolge biete der Online-Händler beispielsweise extra saubere und sichere Lagerhallen mit speziellen Luftfiltern oder eine Lieferung innerhalb von ein bis zwei Stunden.

„Toplife“ und Expansionspläne nach Europa

Erst im Oktober 2017 präsentierte JD.com „Toplife“, seine neue Online-Plattform für Luxusmarken. Letztere sollen dabei mit Hilfe von Flagship-Stores zahlungskräftige Kunden direkt ansprechen können. Laut EcommerceNews.eu hat das Unternehmen für die Toplife-Plattform bereits 20 Marken angemeldet, darunter Saint Laurent und Alexander McQueen.

Wie Reuters weiter schreibt, hat JD.com im Januar des aktuellen Jahres ein Büro in Paris aufgemacht, ein weiteres ist in der Mode-Metropole Mailand geplant. Ferner würden aktuelle Gespräche mit spanischen Mode-Marken laufen. Im Februar berichteten wir von den Expansionsplänen des Alibaba-Konkurrenten nach Europa. Der chinesische Online-Händler will angeblich im nächsten Jahr seine Plattform und Liefer-Services nach Frankreich bringen. Auch Deutschland und Großbritannien sollen anvisierte Märkte sein.

Wieso hat Alibaba weniger Erfolg bei Luxusmarken?

Genauer betrachtet kam Alibaba JD.com eigentlich zuvor, denn der Online-Riese launchte auf seinem Online-Marktplatz Tmall im August 2017, also zwei Monate zuvor, eine ähnliche Online-Plattform namens „Luxury Pavilion“. Laut Reuters hätte Tmall letzte Woche für seine Nutzer ein Mitgliedschaftsprogramm gestartet.

Wie das Börsenmagazin Der Aktionär schreibt, kaufen diejenigen, die im Internet nach Luxusmarken suchen, hochwertige Produkte viel häufiger bei JD.com und eher weniger auf dem Alibaba-Marktplatz. Der entscheidende Vorteil gegenüber dem großen Konkurrenten Alibaba liegt darin, dass der Konzern eine eigene Logistik betreibt – also Waren verkauft, lagert und diese selbstständig versendet. Ein Verkauf von gefälschter Ware durch Dritthändler ist dabei eher unwahrscheinlich. Dadurch zieht JD.com vor allem Luxusmarken und deren anspruchsvolle Kunden an.

 

Geschrieben von Anna Chumachenko
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