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Der frühe Vogel

Die Zalando-Chefs verdienen 252-mal mehr als ihre Angestellten

Veröffentlicht: 12.06.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 12.06.2019 | Gelesen: 4428 mal
Robert Gentz, David Schneider und Rubin Richter

Das vergangene Jahr lief für die drei Zalando-Vorstände Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter offenbar richtig gut – zumindest, was das Gehalt angeht. Rund 19,4 Millionen Euro sollen die drei jeweils im Jahr 2018 verdient haben, wie eine neue Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München laut Orange zeigt.

Das sei der höchste Wert aller großen Unternehmen, die in Deutschland an der Börse notiert sind. Zalando markiere „die absolute Spitze“, wie der Münchner Controlling-Professor Gunther Friedl, einer der Autoren der Studie, erklärt. Die Zalando-Vorstände erhielten einen Teil ihres Jahresgehalts allerdings als Belohnung für die Entwicklung der Firma über mehrere Jahre hinweg – und die Vergütung fiel in Form von Aktienoptionen aus. Das Grundgehalt ohne Bonus liege bei „nur“ 195.000 Euro.

Um zu ermitteln, wie hoch das Vorstandsgehalt im Vergleich zu einem durchschnittlichen Mitarbeiter ausfällt, haben die Studienautoren die gesamten Personalkosten des Konzerns betrachtet und durch die Zahl der Mitarbeiter geteilt. Laut Geschäftsbericht 2018 hatte Zalando im Jahr 2018 einen Personalaufwand von 334,5 Millionen Euro und beschäftigte 4.348 Mitarbeiter am Jahresende. Das macht ein Durchschnittsgehalt von rund 77.000 Euro pro Mitarbeiter. Die Vorstände kamen dagegen auf das 252-fache.

Retourenvernichtung: Jetzt wird das Bundesumweltministerium aktiv

Nach dem Vorstoß der Grünen, die Vernichtung von Retouren zu verbieten (wir berichteten), wird nun das Bundesumweltministerium aktiv. Wie Spiegel Online berichtet, wolle das Ministerium Versandhändlern die Vernichtung neuwertiger Waren erschweren. Wie ein Sprecher des Bundesumweltministeriums erklärt habe, wolle man mit einer „Obhutspflicht“ rechtlich gegen die „unmittelbare Vernichtung von Retouren oder sonstiger Neuware“ vorgehen. Zudem werde eine Umsatzsteuerbefreiung für retournierte Neuwaren, die als Sachspenden weitergegeben werden, geprüft. Einen Entwurf zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wolle das Ministerium „zeitnah“ veröffentlichen.

Galeria Karstadt Kaufhof soll Zukunftskonzept vorlegen

Nach der vollständigen Übernahme von Galeria Karstadt Kaufhof durch die Signa-Gruppe fordert die Gewerkschaft Verdi nun ein Zukunftskonzept für das Unternehmen. Die Gewerkschaft erwarte „die richtigen Entscheidungen für ein überzeugendes Zukunftskonzept, das diesen Namen auch verdient“, berichtet das Handelsblatt. Zudem poche Verdi auf die Rückkehr in die Tarifbindung. Stephan Fanderl, Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, hatte im Januar den Abbau von 2.600 Vollzeitstellen und den Abschied aus der Tarifbindung angekündigt.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 Rene Lange 2019-06-14 12:49
" 77.000 Euro pro Mitarbeiter " und das bei Zalando ?
ja wers glaubt .

Zu den " 195.000 Euro Grundgehalt o. Bonus "
Maß halten gibt es nicht. Es gilt, rausholen was geht. Man weis ja nie wie lange es geht.
Wenn es eine AG oder GmbH ist, würde ich eher sagen das es Diebstahl ist !
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