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Geplatzter Börsengang von HelloFresh: Oliver Samwer an der kurzen Leine

Veröffentlicht: 16.12.2015 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 16.12.2015

Der Chef von Rocket Internet, Oliver Samwer, gibt sich nie mit dem Mittelmaß zufrieden und strebt immer nach den höchsten Zielen. Doch eines der großen Ziele, nämlich der Börsengang des Lebensmittel-StartUps HelloFresh, soll nun von außen durchkreuzt werden. Und zwar durch den Investor Kinnevik.

Screenshot HelloFresh

Screenshot © HelloFresh

Schon viele Jahre, genauer gesagt seit 2009, ist Kinnevik einer der wichtigsten Geldgeber von Rocket Internet. Der schwedische Investor galt stets als starker Partner beim Aufbau des Rocket-Imperiums und bei der Gründung und Hege neuer StartUps. Neben Rocket Internet selbst ist Kinnevik beispielsweise noch an den Rocket-Zöglingen Zalando, Home24 und Westwing beteiligt.

Doch nun scheint es einen Bruch in der engen Zusammenarbeit zu geben. Nach Informationen des Manager Magazins sträubt sich Kinnevik gegen ein wichtiges Ziel, das sich Rocket Internet in den Kopf gesetzt hat: den Börsengang des Lebensmitteldienstes HelloFresh. Im Aufsichtsrat blockiere Kinnevik über Anwälte den IPO (der bereits für Herbst 2015 angesetzt war, aber wieder abgesagt wurde). Die treibende Kraft hinter dem Stopp des Börsenganges sei die Kinnevik-Verwaltungsratschefin Cristina Stenbeck gewesen, die insgesamt über dreizehn Prozent der Holding-Anteile besitzt.

Die Rocket-Aktie schlägt sich nur mäßig

Zwar sehen die aktuellen Zahlen aus dem Hause Rocket Internet ganz gut aus und die stärksten Zöglinge (darunter HelloFresh) gedeihen prächtig, doch die Entwicklung der eigenen Aktie dürfte wesentlich schwächer ausgefallen sein als erwartet: Die Aktie liegt aktuell deutlich unter dem Ausgabepreis des Börsengangs im Jahr 2014.

 

Screenshot Google: Aktie Rocket Internet
Screenshot Google: Aktie Rocket Internet

 

Gute Nachrichten und ein erfolgreicher IPO von HelloFresh hätten also das Gesamtbild rosiger gestalten können. Nichtsdestoweniger: Rocket Internet hält derzeit eine 56-Prozent-Beteiligung an HelloFresh und dürfte auch weiterhin an einem Börsengang interessiert sein. Das Management der StartUp-Schmiede bestritt die Darstellungen des Manager Magazins.

 

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