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Weihnachtsgeschäft: Hermes verlangt erstmals Peak-Zuschlag von Händlern

Veröffentlicht: 30.10.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 30.10.2018

Hermes erhöht im diesjährigen Weihnachtsgeschäft die Schlagzahl und stockt die eigenen Personal- und Fahrzeugkapazitäten auf. Für Händler werden ab dem 01. November zusätzliche Gebühren im Paketgeschäft gelten.

Hermes Paket Winter
© Hermes

80 Millionen Sendungen sollen in den Monaten November und Dezember verschickt werden. Um im diesjährigen Weihnachtsgeschäft diese Paketmengen bewältigen zu können, stockt Hermes seine Personal- und Fahrzeugkapazitäten auf. „Das Weihnachtsgeschäft stellt die Paketbranche vor immer größere Herausforderungen“, so Olaf Schabirosky, CEO von Hermes Germany. „Zusatzkapazitäten konnten wir bei Hermes dank präziser Prognosen frühzeitig planen, sodass wir nach derzeitigem Stand auf Mengenbegrenzungen verzichten können. Zudem stehen uns dieses Jahr deutlich erhöhte Abwicklungskapazitäten in den Verteilzentren zur Verfügung. Das ermöglicht größere Umschlagmengen, was vor allem an Spitzentagen eine Entlastung ist“, gibt sich der Konzernchef optimistisch.

Um die Sendungsmengen rechtzeitig an Ort und Stelle zu bringen, werden bis Januar 2019 zusätzlich 3.600 Transporter den Fuhrpark von Hermes Germany auf der letzten Meile unterstützen.

Peak-Zuschlag bereits im November

Wie das Unternehmen bereits Ende letzten Jahres angekündigt hatte, wird das Weihnachtsgeschäft für Händler in diesem Jahr teurer. Bereits im November wird im Paketgeschäft ein Peak-Zuschlag fällig, der für geschäftliche Auftraggeber vom 1. November bis zum 31. Dezember 2018 gilt, wie Hermes schreibt. Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen Mitarbeiter und Servicepartner entlohnt werden. Der Peak-Zuschlag gilt für alle Sendungen, auch Retouren und wird individuell verhandelt. Die neue Regelung gilt ausschließlich für Händler, Privatpakete bleiben auch weiterhin ohne eine zusätzliche Gebühr.

Zusätzliches Personal und Abgabefristen

Neben dem Fuhrpark erhöht Hermes auch die Personalkapazitäten und wird deutschlandweit an die 6.300 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen, die vor allem die Engpässe in der Rekrutierung etwas mildern sollen. Zu Spitzenzeiten werden um Weihnachten rum bis zu 13.000 Hermes-Zusteller unterwegs sein.

Um dennoch sicher zu gehen, dass die Bestellungen auch rechtzeitig beim Kunden ankommen, sollten Sendungen bestenfalls so früh wie möglich verschickt werden. So können Abholungen bis einschließlich 19. Dezember beauftragt werden, Waren ins europäische Ausland sollten spätestens am 15. Dezember auf die Reise geschickt werden. Bundesweit werden am 24. Dezember bis 16 Uhr Pakete ausgeliefert, nach den Weihnachtstagen nehmen die Zusteller am 27. Dezember ihre Arbeit wieder auf.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#9 H.K. 2018-11-07 10:00
zitiere oejendorfer:

DHL macht es da wesentlich besser und Kunden/Händler freundlicher


Das stimmt, DHL macht es insofern "besser", als dass die das ganze Jahr generell deutlich mehr für ihre Dienstleistung verlangen. ;)
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#8 oejendorfer 2018-11-03 19:58
Ich finde diese Zuschläge für Weihnachten schlicht weg eine Unverschäntheit .
Scheinbar hat Herr Olaf Schabirosky, in seiner Ausbildung noch nie etwas in der Betriebswirtsch aft von Mischkalkulatio n über ein Geschäftsjahr gehört. Schließlich können wir Händler doch nichts dafür, dass jedes Jahr Weihnachten ist.

DHL macht es da wesentlich besser und Kunden/Händler freundlicher

Und glauben Sie mir meine Damen und Herren; die "Paketboten" bekommen in dieser Zeit nicht einen Cent mehr von ihren "Hermes Subunterhmern". , aber mehr Pakete am Tag. Das ist die "Sauerei" in der Realität.
tschüs
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#7 Mario Becker 2018-10-31 11:10
Nicht nur Hermes auch DPD verlangt bei uns einen Zuschlag von 0,25 EUR pro Paket für Pakete ab dem 01.11.2018 - 23.12.2018.
Ob dies gerechtfertigt ist?
Den Paketzustellern wird es nicht zugute kommen, wohl eher ein Weihnachtsgesch enk für die Geschäftsführer der Paketdienste! Vielleicht ein neuer Ferrari
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#6 H.K. 2018-10-31 09:31
zitiere Gabi Schmidt:
Lt. Hermes Geschäftskundenhotline wird keine höhere Gebühr verlangt.


Ist mir auch nicht bekannt. Allerdings war in anderen Meldungen zu lesen, dass dies nur für Großkunden gelten soll. Dazu zählen wir mit ca. 2000 Paketen pro Monat offensichtlich aber noch nicht, den Hermes hat und über Preisaufschläge noch nicht informiert.
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#5 pma 2018-10-30 17:03
Das Problem liegt bei Amazon und E-Bay mit der kost-nix Kultur. Besonders Amazon hat den Käufer verzogen. Statt also kleinen Händlern hohe Preise und Zuschläge aufzudrücken, sollte DHL Hermes und Co erstmal bei Amazon richtige Versandkosten nehmen und keine Ramschpreise. Jeder Paketdienst der seine Leistungen Verramscht ist selber schuld!
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#4 Info 2018-10-30 15:42
Gabi hat recht. Wir haben es auch bei der Hotline angefragt. Die Infos von "Redaktion" beziehen sich lediglich auf die sehr großen Hermes-Kunden. Nicht auf die die ProfiPaketServi ce-Kunden.
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#3 Redaktion 2018-10-30 10:58
Hallo Gabi, Hermes hatte die Weihnachtszusch läge bereits im letzten Jahr angekündigt. Auch den aktuellen Informationen zu den neuen Gebühren beziehen wir uns auf Informationen, die von Hermes selber herausgegeben wurden.

Viele Grüße
die Redaktion
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#2 Gabi Schmidt 2018-10-30 09:52
Lt. Hermes Geschäftskunden hotline wird keine höhere Gebühr verlangt.
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#1 Bluenote 2018-10-30 08:28
Richtig so!
Zu viele Kunden, die online kaufen, tun dies "kurz vor Toreschluss"- mal eben so -
und geben dann Druck an die Händler und am Ende die Paketdienstleister.
Die Fahrer, die teils unter wirklich miserablen Arbeitsbedingun gen die Pakete ausliefern, werden auf der einen Seite bemitleidet ( SO einen Job wollen die Wenigsten machen ! )
ABER (!!!) : 50 oder 80 Cent mehr für eine Lieferung - "nein, aber so ja nun auch nicht". Da ist dann schnell vergessen, daß wir leider das BEAMEN der Pakete noch nicht erfunden haben. Die werden noch immer von ( hart arbeitenden ) Menschen ausgeliefert. Die Händler können nur immer wieder versuchen, die Kunden ein wenig zu sensibilisieren . Ist mühsam, aber manchmal bringt es etwas.
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