Wegen Gebührenerhöhung

Etsy-Händler starten Petition und drohen mit Streik

Veröffentlicht: 31.03.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 11.07.2022
Etsy

Auf dem Online-Marktplatz Etsy können Verkäufer seit 2005 unter anderem handgemachte Produkte, Vintage-Artikel und Künstlerbedarf verkaufen. Im April 2022 könnte ein Teil des Angebots aber nicht erreichbar sein, denn eine Initiative aus Etsy-Händlern will streiken und so gegen die ihrer Meinung nach ungerechten Bedingungen auf dem Marktplatz protestieren, heißt es in einer Petition an den Etsy-CEO Josh Silverman.

Etsy-Streik: Händler-Shops am 11. April geschlossen

Die Händler wollen am 11. April streiken, indem sie ihre Shops in den Urlaubsmodus versetzen und rufen auch Nutzer auf, Etsy ab dann eine Woche lang zu boykottieren. Das Datum ist nicht zufällig: An dem Tag wolle Etsy die Transaktionsgebühren der Händler um 30 Prozent erhöhen. „Etsys letzte Gebührenerhöhung war im Juli 2018. Wenn diese neue eingeführt wird, werden sich unsere Grundgebühren für die Nutzung der Plattform in weniger als vier Jahren mehr als verdoppelt haben“, so die Kritik. Im Gegensatz dazu stehen die sehr guten Umsätze, die Etsy vor allem in der Phase der Corona-Pandemie eingefahren hat (siehe auch Infokasten). Die Erhöhung sei eine „pandemische Profitmacherei“.

Etsy soll Händlerservice verbessern und gegen Wiederverkäufer vorgehen

Doch die Rücknahme der Gebührenerhöhung ist nicht die einzige Forderung. Die Etsy-Anbieter wollen auch, dass der Marktplatz stärker gegen Wiederverkäufer vorgeht, die Massenware verkaufen. Außerdem soll der Händlerservice besser und schneller werden, das neue Star-Seller-Programm und die Offsite-Werbung gestoppt werden. 

„Für viele von uns ist Etsy unsere Haupteinnahmequelle. Aber da sich Etsy im Laufe der Jahre immer weiter von seiner Gründungsvision entfernt hat, ist das, was als Experiment der Marktdemokratie begann, einer diktatorischen Beziehung zwischen einem gesichtslosen Technologieimperium und Millionen ausgebeuteter, mehrheitlich weiblicher Handwerker geworden“, heißt es von den Verfassern der Petition. Die Petition wurde von der Etsy-Händlerin Kristi Cassidy gestartet. Derzeit haben rund 18.000 Unterstützer sie gezeichnet. Etsy hat sich bis 11. April auf Nachfrage von Onlinehändler News nicht zu dem Thema geäußert.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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Kommentare  

#14 Dieter Brandes 2022-04-05 10:44
na das freut mich, dass Du es geschafft hast zu bestehen. Bei mir ist's übel in die Buchs gegangen. Es hängt ja auch von vielen Faktoren ab.
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#13 ebay Kritiker 2022-04-04 19:08
@Dieter Brandes: Ich muss Ihnen teils Recht geben und teils widersprechen. SEO ist kein Hexenwerk.
Wir werden bei Google offenbar täglich gefunden. Wir haben im Jahr ca. 1600 Neukunden! Das genügt.
Bei ebay geht es auch nicht ohne SEO und der Konkurrenzgedan ken ist viel höher. Nicht nur, dass es schwieriger ist, gegen die Konkurrenz zu verkaufen. Nein, die Konkurrenz bekommt von ebay brühwarm geliefert, welcher meiner neuen SELBST entwickelten Kleidungsstücke gut laufen und es dauert nicht lange und das Teil wird kopiert und billiger angeboten. Die Entwicklungsarb eit bleibt bei mir und die Sahne wird von den anderen abgeschöpft. Ohne jedes Risiko für die Konkurrenz, da sie ja sehen können, was bei mir gut läuft. Ca. 2008 hatte ich mit dem Gedanken gespielt, das Internetgeschäf t aufzugeben, da die Google Adwards Kosten genauso hoch waren, als mein Gewinn. Mein SEO war rückwärts betrachtet damals eine Katastrophe. Danach, eigene Artikel entwickelt und nach und nach SEO verbessert. Texte, Suchwörter und Schlüsselwörter optimiert und seit dem läuft die Sache. Bei meinen wichtigsten Schlüsselwörter n lande ich immer auf Seite 1 bei Google. In zwei Jahren kann ich mich nach 20 Jahren "Haifischbecken " zur Ruhe setzen.
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#12 Dieter Brandes 2022-04-04 18:25
Noch mal um es dir zu erläutern, habe mal die aktuelle Zahlen geschaut:

Ali-Express, T-Mal, JD, TaoBao (alles zum Alibabakonzern gehörend: 1400 Milliarden Umsatz

Amazon: 397 Milliarden Umsatz

Ebay: 75 Milliarden Umsatz

Etsy 2,33 Milliarden Umsatz


Etsy ist ein Nix im Geschäft, in BRD hat es bestimmt nur ein paar Millionen Umsatz. Obwohl es stark wächst, hat es kaum Marktrelevanz. Ein durchschnittlic her Etsy Verkäufer hat 2000 Euro Umsatz im Jahr


Überleg mal was es heisst, wenn du Harz4 bekämst vom 20-85 Lebensjahr. Das wären also rund 1000 Euro mal 12 mal 45 also 870 000 Euro

Dann rechne mal wenn du von diesen benötigten Einnahmen für ein absolut unterstes Existenzlimit hier in BRD aber, um dieses zu erhalten ja noch Materialeinsatz , Gebühren auf etsy usw. usw. zahlen musst, also vielleicht in diesen 65 Jahren nachdem du dich bei Mami und Papi die ersten 20 Lebensjahre hoffentlich gütlich getan hast zahlen musst, also rund das 4 fache mindestens bei Etsy an Umsatz machen müsstest, dann hätte Etsy auf der ganzen Welt also bei 2,33Mld USD Umsatz also dem Jobcenter ganze 2Milliarden Euro / ganze 575 Menschen weltweit erspart. Wenn du mal 2000-3000 Euro als Minimum an Nettoverdienst ansiehst, um später kein Spiessrutenlauf en bei der Rente machen zu müssen und auch einen chicen Kleinwagen alle 10 Jahre neu bestellen zu können ... dann wären es also weltweit nur noch rund 200 Menschen, denen etsy einen Arbeitsplatz ermöglicht.

Verstehst Du!!! Vergiss Etsy und denke nicht, dass die irgendwelche Möglichkeiten hätten eine Kundenbetreuung anbieten zu können. Da werden Proteste nichts bringen. Die können mangels Masse nichts machen.

[Anmerkung der Redaktion: Bitte beachte unsere Netiquette]

GEH NACH EBAY.

PS: der durchschnittlic h Chinese lebt derzeit von rund 450 Euro monatlich im Schnitt. Also haben dort also mindestens ca. 600000 Menschen durch den Alibabakonzern ein durchschnittlic hes Einkommen. Auch nicht viel verglichen mit dem stationären Handel.

Also Etsy???? Was ist das???
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#11 Dieter Brandes 2022-04-04 17:51
Also nicht: Geh doch nach Netto,
sondern:
Geh doch nach Ebay

Und dann z.B. noch Kaufland, REAL, Hitmeister. Das ist der absolute Hit.

Hitmeister war auch mal ein netter Versuch. Nun sind so dämliche Leute die Besitzer, die es nciht mal raffen, dass die Verwechselungen von REAL online mit REAL als echtem Markt draussen auf der grünen Wiese vorprogrammiert sind und Kunden kosten und das ganze nun einfach umzufirmiren in Kaufland ist ebenso abstrus.
Irgendwann muss man doch einsehen, dass man gegen ebay und amazon nicht an kann und alles ohne riesiges Startkapital für Werbung nichts werden kann.
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#10 Dieter Brandes 2022-04-04 17:47
Aber wie gesagt, geh doch einfach zu ebay.

ja und selbst etsy ist vermutlich gefangen in tausenden von Fallen, wie abstrusen Steuern, gesetzlichen Bestimmungen usw. Die kämpfen bestimmt ums Überleben als Nischenmarktpla tz. Wenn ich nicht online-Händler gewesen wäre von für 15 Jahre, dann hätte ich ehrlich gesagt von etsy auch nichts mitbekommen. War ich mal kurz da und habs mir angeschaut und sofort begraben. Das ist einfach Schund.
Heutzutage musst du amazon und ebay sein, um überhaupt vernünftig arbeiten zu können.
Rakuten z.B. war auch ganz toll in puncto Software und Angeboten. Ist aber auch eingestampft worden, da zu wenig Umsatz.
Diese ganzen 99% Dumpfbacken von Bürgern kaufen bei amazon, weil es ja so schön einfach ist und man noch weniger denken muss, als wie wenn man bei ebay kauft.
Aber der Oberknaller vom Umsatz und Vermögen her(ungefähr doppelt bis dreimal so umsatzstark wie amazon und ebay zusammen, ist der Alibaba-Konzern .
Dazu gehört Ali-Express und TaoBao usw., wo dann teilweise das ganze nur auf chinesisch läuft. Das ist, wie die Chinesen die eigentliche Weltmacht. Die Amerikaner werden das wohl alles offiziell dann auch noch in ein paar Jahren die Führungsrolle auf der Welt abgeben müssen. Die Chinesen halten sich noch dezent im Hintergrund, siehe Ukraine Krise.
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#9 Christofer 2022-04-04 09:34
Bei Etsy bekomne ich als Händler seit Jahren nur blöde Antworten die keinen Sinn machen! Standard antworten kopiert und tausendfach versendet. Selbst mein Anwalt bekommt da nichts erreicht!
Das ist denen komplett egal und die lachen über uns hier in Europa! TECH Konzerne in dieser Größe müssen nicht diskutieren. TRAURIGE REALITÄT! Ich muss überleben weil ich von Etsy lebe was soll ich also machen wenn ich kein plan hab vom eigenen online Shop und den restlichen folgen die da mit her gehen ?
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#8 Dieter Brandes 2022-04-04 08:42
Ich meinte nicht die Vorrednerin, sondern der, der nach mir kam. Das was die Vorrednerin "Christopher" schrieb, das ist ja ein Albtraum. Ich wusste garnicht, dass die von Etsy solche Gebühren nehmen.
Da ist ebay ja sehr, sehr human gegen, was Gebühren angeht und Kundendienst.
Vielleicht solltest du ja einfach nach ebay wechseln und etsy laufen lassen.

Ich empfinde auch alle anderen Marktplätze als irrelevant. Rakuten gibts nicht mehr, Hood ist auch nur 100stel des Umsatzes von ebay stark, und alle anderen hatten wir damals auch durchprobiert.
Problem ist ja meistens, dass diese irrwitzig kleinen Marktplätze in der Anbindung zu deinem gewählten Einstell- und Verwaltungsprog ramm nicht kompatibel sind. Die Schnittstellen sind entweder nciht vorhanden oder irrsinnig aufwändig einzustellen. Und dann immer diese Softwarepflege und das Theater, wenn irgendwas nicht funktioniert.
Für grosse Verkäufer nicht effektiv genug und für kleine zu komplex.
Eigentlich gibt es nur Amazon, ebay und den eigenen shop.
Das nur mal so nebenbei für all die Kleinen, die vielleicht noch nie von solchen Schnittstellen gehört haben oder sonst wie nicht tief in die Materie wie SEO, Rechtliches usw. eingedrungen sind.
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#7 Dieter Brandes 2022-04-04 08:31
Auch bei mir hat amazon und ebay immer viel Unsinn gemacht. Incl. Sperrung der Accounts. Nur war es bei Amazon immer Absicht und durchdacht, meiner Auffassung nach auch kriminell und in höchstem Maße unfair, bei ebay waren es meistens irgendwelche Algorithmen die schlecht programmiert und durchdacht waren und schlechte, weil unreife Manager.

Ebay handelt, wenn falsch meistens einfach dumm aufgrund von schlechtem Management und Sofwareentwickl ung, amazon eher immer gezielt unfair und lediglich auf das "Verkaufserlebn is" gerichtet. Das ist meine Meinung und ich denke aber auch sagen zu können, dass dies die Erfahrung und Meinung von FAST allen anderen ist, die sich längere Zeit damit auseinandersetz en mussten.

Ebenso ist es die Erfahrung von FAST allen, dass ein eigener shop noch mehr Aufwand ist, zumal man dafür ja auch noch das SEO machen muss und dann noch mehr Arbeit hat, als wie das bei Amazon und Ebay der Fall ist. Ebenso rechtliches.

Das SEO aber ist zu über 90% an google geknüpft und da hab ich doch noch mehr Aufwand. Der Vorredner hat wahrscheinlich ein Produkt, welches ein Selbstläufer ist oder ein totales Nischenprodukt ohne Konkurrenz oder nur Glück. Google bringt dich und deine VERKAUFSPRODUKT E in der generischen Suche jedenfalls in den meisten Fällen nicht weit nach oben. Und nur da wirst du wahrgenommen. 2te Seite ist nix. 1te Seite wird teuer.
Wie soll das auch sein, du bist nciht alleine mit Deinen Produkten und google muss ja seien Molloch irgend wovon betreiben. Wir wissen ja alle, dass alleine der Strom immense Kosten verursacht.
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#6 Hans-Heinrich Brandt 2022-04-02 20:45
Sie haben bei Etsy nachgefragt? Ich möchte wetten, dass keine Antwort gekommen ist.
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#5 amazon-ebay Kritiker 2022-04-02 09:55
Ich schliesse mich dem "ebay Kritiker" voll und ganz an. Ebay hat es mir sehr leicht gemacht, dort nichts mehr zu verkaufen, da die mir wegen irgendwelcher Unstimmigkeiten in der Adressierung alle Verkaufsartikel einfach gesperrt hatten. Mein eigener Online-Shop ist sehr erfolgreich und kostet kaum etwas im Vergleich zu ebay und Amazon etc... ja und es gibt ja auch noch Hood oder Mallux, sind weniger bekannt aber deutlich günstiger!
Ich finde den Streik der etsy-Händler eine gute Idee, vermute aber, dass das nichts bringen wird. Eine Anhebung der Provision um 30% ist eine absolute Frechheit.
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