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Der frühe Vogel

Google wälzt die österreichische Digitalsteuer offenbar auf seine Kunden ab

Veröffentlicht: 03.02.2020 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 03.02.2020
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Seit Anfang des Jahres sammeln die Steuerbehörden in Österreich bei Konzernen mit einem Umsatz von über 750 Millionen Euro fünf Prozent auf Einnahmen aus Online-Werbung ein. Damit richtet sich die sogenannte Digitalsteuer vor allem gegen den US-Konzern Google, der sich das aber offenbar nicht gefallen lassen will, wie t3n.de berichtet

Laut einer E-Mail, die der österreichischen Zeitung „Der Standard“ vorliege, wolle Google eine Gebühr von fünf Prozent auf Anzeigen erheben, die von Nutzern in Österreich gesehen werden. Diesen Schritt begründet der Konzern damit, dass die Kosten durch die Einführung der Digitalsteuer um fünf Prozent gestiegen seien. 

Die Gebühren treffen dabei nicht nur Werbetreibende aus Österreich: Für Google sei es egal „wo auf der Welt sich der Werbetreibende befindet“. Ausschlaggebend sei, dass ein Nutzer in Österreich die Werbeanzeige sieht. Damit dürften die Gebühren auch deutsche Händler treffen, die Werbung in Österreich schalten. Google will den Preisaufschlag im Laufe dieses Jahres, frühestens in der zweiten Jahreshälfte, erheben. Immerhin soll der Aufschlag nicht rückwirkend berechnet werden – für die Werbetreibenden ist es trotzdem ärgerlich.

Coronavirus: Apple macht alle Läden und Büros in China dicht

Auf Rat von Gesundheitsexperten hat Apple sämtliche Geschäfte und Büros in China vorübergehend geschlossen. Damit reagiert der US-Konzern Golem.de zufolge auf die Verbreitung des Coronavirus. Die Schließung der Verkaufsstellen und Büros soll vorerst bis zum 9. Februar 2020 gelten – das Ende des chinesischen Neujahrsfests wurde auf diesen Tag verschoben, auch Warenlager in dem Land stehen still (wir berichteten). 

Apple hatte bereits vorher drei Geschäfte in China wegen des Coronavirus geschlossen. Der US-Konzern will den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen – wann das möglich ist, ist allerdings noch nicht ganz sicher.

Schwaches Weihnachtsgeschäft für den deutschen Einzelhandel 

Der deutsche Einzelhandel kann sich über das vergangene Weihnachtsgeschäft offenbar nicht freuen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag laut Handelsblatt mitgeteilt hat, lagen die Umsätze der Branche im Dezember preisbereinigt 3,3 Prozent unter dem Vormonat. Das sei der stärkste Rückgang seit Mitte 2007. Analysten hatten zwar mit einer negativen Entwicklung gerechnet, doch sie hatten einen Rückgang von lediglich 0,5 Prozent erwartet.

Die Statistiker merkten jedoch an, dass die Umsatzdaten vor allem für den Monat Dezember in der Vergangenheit mitunter deutlich revidiert werden mussten. Ausschlaggebend dafür waren korrigierte Unternehmensmeldungen. Damit bleibt die Hoffnung, dass sich die Daten nochmals nach oben entwickeln.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 Steffen Kleibert 2020-02-03 20:15
Natürlich bezahlen letztlich die Kunden alle staatlichen Abgaben und Steuern. Das war noch nie anders und wird niemals anders sein. Jede Steuern auf Unternehmensgew inne oder sogar wie hier Umsätze bezahlt der Kunde, in diesem Fall der Werbekunde.
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