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Ohne Zusatzgebühren

PayPal führt Ratenzahlung ein

Veröffentlicht: 10.09.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 09.09.2019
PayPal auf Smartphone

Mit PayPal Ratenzahlung erweitert der Payment-Anbieter sein Portfolio. Kunden haben künftig die Möglichkeit, neben der Abbuchung vom Girokonto oder von der Kreditkarte auch eine Ratenzahlung zu beantragen. Dies wird grundsätzlich überall dort möglich sein, wo man mit PayPal bezahlen kann. Zunächst wählt der Kunde wie gewohnt PayPal als Zahlungsmethode aus und kann dann die zusätzliche Möglichkeit auswählen. Dabei wird automatisch ein Antrag auf Ratenzahlung gestellt, über den in Echtzeit entschieden wird. Dafür wird eine sogenannte Kreditwürdigkeitsprüfung durchgeführt. „Dabei greifen wir unter anderem auf die uns vorliegenden Daten zurück, zusätzlich holen wir uns Informationen von externen Kreditauskunfteien ein“, erklärt Michael Luhnen, Managing Director, PayPal Deutschland, Österreich und Schweiz, gegenüber OnlinehändlerNews.

PayPalRatenzahlung Produkt 1

Wird der Antrag bewilligt, kann der Nutzer den Teilzahlungsvertrag mit PayPal abschließen. Der gesamte Vorgang geschieht online. Die Ratenzahlung wird für Einkäufe zwischen 199 Euro und 5.000 Euo angeboten, die Laufzeit ist auf 12 Monate festgelegt. Der effektive Jahreszins beträgt 9,99 Prozent. Die Zinshöhe habe man basierend auf Erfahrungen mit Ratenzahlung Powered by PayPal festgelegt. „Die Mehrzahl unserer Händler setzt aktuell auf einen effektiven Jahreszins in Höhe von 9,99 Prozent, was von den Kunden sehr gut angenommen wird“, so Luhnen. Der Ratenzahlungsplan ist stets im PayPal-Konto einsehbar, eine vorzeitige Rückzahlung oder Sondertilgungen sind möglich. Der PayPal-Käuferschutz gelte auch für die Ratenzahlung. In den kommenden Monaten soll die neue Option schrittweise für alle deutschen PayPal-Kunden ausgerollt werden.

Änderungen für Händler?

Für Händler ändert sich im Grunde nichts. Wer PayPal als Bezahlmethode anbietet, bietet künftig auch automatisch die PayPal Ratenzahlung an. Ein zusätzlicher Vertrag ist nicht notwendig, zusätzliche Gebühren oder eine entsprechende Integration ebenfalls nicht. Ablehnen kann man die Ratenzahlung als Händler nicht. Michael Luhnen erklärt: „PayPal Ratenzahlung ist ein Produkt, welches unseren Verbraucherkunden über ihr PayPal-Konto zur Verfügung steht. Quasi wie eine weitere Zahlungsquelle, zusätzlich zu einem bereits hinterlegten Bankkonto oder Kreditkarte. Es ist also kein Händlerprodukt, welches im Onlineshop integriert wird.“ Das Risiko- und Forderungsmanagement übernimmt PayPal, dem Händler sollen also keine Nachteile entstehen.

Umgekehrt dürfte sich die Ratenzahlung sogar für die meisten Händler lohnen. Gerade bei größeren Anschaffungen wünschen sich Verbraucher mehr Flexibilität, bei höheren Ausgaben tendieren sie eher zur Ratenzahlung. Dies deckt sich auch mit Ergebnissen der Studie „Ratenkauf im Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht“ von Ibi Research. 74 Prozent der befragten Händler gaben dabei etwa an, dass sich durch Ratenkauf höhere Warenkörbe realisieren lassen, 69 Prozent geben an, dass sich damit die Conversion Rate erhöhe.

Ratenzahlung Powered by PayPal wird ersetzt

Eine Besonderheit gibt es für Händler, die aktuell die Ratenzahlung Powered by PayPal nutzen. Zunächst wird die neue Ratenzahlung nun schrittweise eingeführt. Im Laufe der Zeit soll die neue dann die alte ersetzen. „Händler können umsteigen, sobald ihr bestehender Factoring-Vertrag beendet wurde und sie die Integration von Ratenzahlung Powered by PayPal vollständig aus ihrem Onlineshop entfernt haben. Sind diese beiden Punkte erfüllt, können wir PayPal Ratenzahlung entsprechend freischalten. Um den Umstieg zu erleichtern, werden wir im Laufe der nächsten Wochen und Monate auf diejenigen Händler zugehen, die aktuell Ratenzahlung Powered by PayPal als Bezahlmethode für ihren Onlineshop anbieten, und sie darüber informieren, welche Schritte notwendig sind“, erklärt Michael Luhnen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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