Überbrückungshilfe III

Bis zu 20.000 Euro: Bundesregierung erstattet Corona-Investitionen in den Online-Shop

Veröffentlicht: 02.02.2021 | Geschrieben von: Patrick Schwalger | Letzte Aktualisierung: 02.02.2021
Geldmünzen, OP-Maske und Geschäftsunterlagen

Die Bundesregierung will noch im Februar die Überbrückungshilfe III an den Start bringen und die Antragstellung starten. Im Februar soll es erste Abschlagszahlungen geben, ab März dann die reguläre Auszahlung der Zuschüsse, die für Unternehmen bereitgestellt werden, die durch die Coronakrise in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. 

Der Umfang und die Ausgestaltung der dritten Runde der Überbrückungshilfe wurde lange diskutiert und verändert. Eine wichtige Erneuerung der Förderbedingungen: Investitionen in die Digitalisierung gelten jetzt als erstattungsfähige Kostenpositionen. Wer während der Krise einen Online-Shop aufgebaut oder erweitert hat, oder wer sich bei großen Plattformen wie Amazon registriert hat, kann diese Kosten erstattet bekommen. 

Voraussetzungen für Überbrückungshilfe III müssen erfüllt sein 

Natürlich müssen für die Förderung aus dem Hilfsprogramm die normalen Voraussetzungen zum Erhalt der Überbrückungshilfe III erfüllt sein. Das wichtigste Kriterium für die Antragsberechtigung ist, dass ein Unternehmen durch die Coronakrise einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten hat. Dann kann man die Fixkostenerstattung erhalten, die nach Höhe des Umsatzeinbruchs gestaffelt ist. 

Eine detaillierte Übersicht über die Förderbedingungen, Erstattungsstaffelung, Antragstellung und weitere Informationen haben wir bereits in unserem FAQ zur Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe zusammengestellt. 

Bis zu 20.000 Euro für Digitalinvestitionen

Bisher konnte man die verschiedenen Hilfsprogramme bereits für betriebliche Fixkosten nutzen. Dazu zählten etwa Mieten, Leasingraten, Pachten, Wartung von Maschinen oder betriebliche Stromkosten. Diese Liste von erstattungsfähigen Kostenpositionen wird nun aber auch um Investitionen in die betriebliche Digitalisierung und Modernisierung erweitert. 

Das könnte etwa Gastronomen und stationären Händlern zugutekommen, die während der Krise einen Online-Shop auf- oder ausgebaut haben. Aber auch Online-Händler dürften Kosten zur Erweiterung des eigenen Shops aufgrund der Coronakrise geltend machen können, wenn sie antragsberechtigt sind. Und auch Eintrittskosten auf großen Plattformen und Marktplätzen sollen geltend gemacht werden können. Für solche Digitalinvestitionen können im Rahmen der Überbrückungshilfe III einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden. 

Mehr Informationen der Bundesregierung gibt es auf der offiziellen Antragsplattform. Noch kann man keine Anträge für die Überbrückungshilfe III stellen. Dies soll aber im Februar ermöglicht werden. 

Über den Autor

Patrick Schwalger Experte für: EU- und Bundespolitik

Patrick ist Politik-Experte beim Händlerbund und schreibt regelmäßig als Gastautor auf OHN. Er hat in verschiedenen politischen Kontexten in Brüssel und Köln gearbeitet und kennt die Politik von allen Seiten. Für den Händlerbund bearbeitet er die politischen Entwicklungen, die den Online-Handel bewegen und informiert darüber auf OHN.

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Kommentare  

#3 J. Erhardt 2021-04-12 21:55
Guten Abend,

nach welchen Grundlagen berechen sich sie monatliche Förderungen für die Baulichen- Modernisierungs Maßnahemn zur Umsetzung eines Hygienekonzepts?
Gehören räumliche Abtrennungen, Bodenbeläde, Wandbeschichtun gen, Arbeitsgeräte, Einrichtungen auch in die Förderung wenn die beitragen eine Kreuzkontaminat ion zu vermeiden, oder Abstäde zwischen Kunden zu gewärleisten?

Nach welchen Grundlagen berechnet sich die einmalige Förderung zur Digitalisierung und Modernisierung in Harware und Software?
Gehört ein neuer Laptop, Ipad, Drucker, Wlan Repeater, Online shop und Homepage Überarbeitung, Mobiler Thermodrucker auch zu dieser Förderung?

Nach neustem Stand sollte ja 100% förderfähig sein, und zusätzlich die Staffelung für 25%, 30% und ab dem 4.Monat 40% .

würde mich feuen wenn ich da etwas Sicherheit hätte wenn ich jetzt solche Ausgaben vornehme, daß diese dann auch unter dem Aspekt gefördert werden, nicht das ich am Ende auch auf den Ausgaben sitzenbleibe die ich jetzt schon vorschießen muss.
mfg Erhardt
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Guten Tag,

wir empfehlen Ihnen zu diesen Detailfragen den prüfenden Dritten zu Rate zu ziehen, den Sie für den Überbrückungshi lfe-Antrag benötigen, oder sich selbst bei der Service-Hotline der Bundesregierung zu informieren: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Formulare/Kontakt/kontakt.html

Beste Grüße
die Redaktion
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#2 Andre Czerwinski 2021-02-03 17:00
Die Überschrift klingt hoffnungsvoll und dann? Überbrückungshi lfe 3! Da hier nur der Umsatzt betrachtet wird und nicht die dazu gestiegenen Kosten für die Meisten garnicht zu beantragen.

Wenn wir im Dezember 2020 mit 6 Mitarbeitern 10.000€ Umsatz gemacht haben und im Dezember 2019 Mit 2 Mitarbeitern 6.000€ haben wir ja keine 30% Umsatzeinbuße um einen Antrag stellen zu dürfen.

Die meisten meinen der Staat hilft. Leider nein, wie immer nur den Großen Unternehmen.
Denn sehr vielen geht es so das Sie einfach durch das Raster fallen und nichts bekommen.
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#1 Sven Berger 2021-02-03 14:25
Alles ganz nett..... für die kleinen Einzelhändler oder Kleinstbetriebe fehlt trotzdem das Geld. Niemand berücksichtig Summen wie Gehälter, laufende Verbindlichkeit en oder sonstige Aufwendungen.
Abwarten was da noch so kommen mag......
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