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Rückblick: Der Online-Handel im Juni 2017

Veröffentlicht: 03.07.2017 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 03.07.2017 | Gelesen: 1451 mal

Auch in den warmen Monaten des Jahres tut sich viel im Online-Handel. So auch im Juni. Wir blicken auf einen Monat zurück, der vor allem zum Ende hin noch einmal richtig spannend wurde.

Juni 2017 im Kalender

© garagestock – Shutterstock.com

Das dicke Ende kam zum Schluss

In diesem Monat kamen in den letzten Tagen noch einmal wichtige Meldungen aus der Online-Branche auf Händler und Unternehmen zu. So hielt eine erneute Cyber-Attacke, die weltweit durchgeführt wurde, viele Unternehmen in Atem. Damit setzt sich ein leidiges Thema fort, denn die Angriffe auf IT-Systeme von Firmen nehmen kein Ende. Erst Anfang Juni hatte die Regierung einige Unternehmen dazu verpflichtet, bei Cyberangriffen den Behörden Bericht zu erstatten.

Auch für Amazon- und Ebay-Händler gab es in den vergangenen Tagen noch einige wichtige Meldungen. So machte das Gerücht die Runde, dass Amazon die Zwei-Schritt-Verifizierung zur Pflicht macht. Davon scheint das Unternehmen (vorerst) wieder abgerückt zu sein, weist aber trotzdem darauf hin, dass sich ein Konto so besser vor Übergriffen schützen lässt. Ebay-Händler sollten währenddessen ihre Produktkennzeichnungen, darunter die GTIN und EAN, auf Gültigkeit prüfen. Ist diese nicht gegeben, wird Ebay ab dem 24. Juli hart durchgreifen.

Rekorde, Rekorde, Rekorde

Hart durchgegriffen hat auch die EU-Kommission gegen Google: Weil das Unternehmen seinen Dienst Google Shopping rechtswidrig bevorzugt und damit seine Marktmacht missbraucht hat, gab es eine ordentliche Geldstrafe für das Unternehmen. Mit 2,42 Milliarden Dollar war es sogar die höchste Strafe, die die EU-Kommission je verhängt hat.

Amazon hat unterdessen auch einen Rekord aufgestellt und die Supermarktkette Whole Foods für satte 13,7 Milliarden Dollar übernommen. Nahezu zeitgleich wurde bekannt, dass das Unternehmen ein neues Patent angemeldet hat, mit dem Kunden der Preisvergleich im Laden unmöglich gemacht werden soll.

Weitere Meldungen aus der Branche

Im Juni wurde die Händlerbund-Studie zum Thema „Unfaire Kundenbewertungen im Online-Handel“ veröffentlicht. Diese zeigte, dass 95 Prozent der Händler von unfairen Bewertungen betroffen sind.

Karstadt sorgte unterdessen für einen Paukenschlag und hat den Online-Marktplatz Hood.de zu 70 Prozent übernommen. Die übrigen 30 Prozent bleiben bei Gründer Ryan Hood, der das Geschäft weiterführen soll. Kurz darauf übernahm die Karstadt-Mutter Signa Retail auch Mybestbrands zu 60 Prozent. Man munkelt, dass noch weitere Übernahmen durch Signa Retail folgen könnten.

Apropos Übernahme: Jochen Schweizer hat seine Digitalsparte, die Jochen Schweizer GmbH, an ProSiebenSat.1 verkauft. Der Medienkonzern hat das Unternehmen mit Mydays zusammengeführt, Schweizer erhält zehn Prozent an der neuen Holding.

Frei von der Leber weg...

In unseren Kolumnen haben wir uns auch persönlich mit einigen Themen auseinandergesetzt und unsere Meinung dazu abgegeben. Zum Anfang des Monats ging es Christoph Pech und dem Sinn oder Unsinn von verkaufsoffenen Sonntagen, Christian Laude hat sich mit der Frage beschäftigt, ob für physische Medien überhaupt noch Bedarf besteht und unsere Rechtsexpertin Yvonne Bachmann hat sich hingegen an den Kopf gefasst, als die EU entschied, dass Soja-Käse nicht mehr Käse heißen dürfe. Gegen Ende des Monats beschäftigte sich Tina Plewinski mit den Online-Ambitionen von Aldi Süd und ich habe mich mit der (mangelnden) Freundlichkeit im Netz beschäftigt.

Übrigens: Im Juni haben wir auch unseren YouTube-Kanal gestartet, den wir fortan mit informativen Videos rund um das Thema E-Commerce und auch rund um unsere Redaktion füttern werden. 

 

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