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Zahlen

Verluste für Delivery Hero und Airbnb, Home24 erstmals profitabel

Veröffentlicht: 12.02.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 12.02.2020
Mensch, der eine Bilanz ausrechnet

Nach und nach veröffentlichen die Branchenriesen ihre Zahlen aus dem Weihnachtsquartal bzw. aus dem abgelaufenen Jahr. Unternehmen wie Amazon, Facebook, Otto und Ceconomy dürfen sich über gute Entwicklungen freuen. Andere, wie etwa Ebay, mussten durchaus Rückschläge einstecken. Nun haben auch der Pizzadienst Delivery Hero, die Unterkunftsvermittlung Airbnb sowie der Möbelanbieter Home24 ihre Bilanzen vorgelegt: ein gemischtes Terzett.

Delivery Hero: Verlust mit jeder Pizza

Der Berliner Essensvermittler Delivery Hero wächst und wächst. Dafür nimmt das Unternehmen auch rote Zahlen in Kauf, wie die aktuelle Bilanz zeigt. Beim Umsatz könnte es kaum besser aussehen – dieser hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und stieg auf satte 1,46 Milliarden Euro. Ein Blick auf die operative Marge zeigt allerdings ein Minus von 29,6 Prozent. Insgesamt 432 Millionen Euro Verlust hat sich bei Delivery Hero angesammelt.

Und noch eine andere Zahl dürfte zum Aufhorchen anregen: „Mit jeder Pizza für zehn Euro, die das Unternehmen ausliefert oder liefern lässt, schreibt Delivery Hero nach eigenen Angaben 60 Cent Verlust“, berichtet Spiegel Online. Wann das Unternehmen schließlich die Gewinnschwelle erreichen will, steht noch nicht fest. Vorstandschef Niklas Östberg sagte demnach, dass man geduldig sein und warten müsse.

Airbnb: Zurück in der Verlustzone

Auch der Vermittler von Unterkünften, Airbnb, findet sich in der Bilanz zu 2019 in der Verlustzone wieder – und das, obwohl er 2017 und 2018 bereits im Plus stand. Meedia berichtet mit Verweis auf das Wall Street Journal, dass Airbnb in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres insgesamt 322 Millionen Dollar Verlust machte. Als Gründe werden steigende technische sowie administrative Kosten genannt. „Wie viel Airbnb inzwischen umsetzt, ist indes unklar. Im WSJ-Bericht hieß es, dass die Erlöse im dritten Quartal weiter zugelegt hätten“, schreibt Meedia weiter.

Home24 darf sich erstmals über ein profitables Quartal freuen

Wesentlich besser sieht es da beim Online-Möbel-Spezialisten Home24 aus. Das Unternehmen hat es erstmals geschafft, ein Quartal profitabel abzuschneiden. Im Weihnachtsquartal 2019 lag der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) nach den vorläufigen Zahlen bei 2,5 Millionen Euro – was einem Wachstum von 17 Prozent entspricht. Ein noch größeres Plus konnte indes beim währungsbereinigten Umsatz generiert werden: Dieses lag bei 21 Prozent und einem Wert von 109 Millionen Euro.

„Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn soll in der Spanne von plus bis minus zwei Prozent liegen“, heißt es in einer dpa-Meldung bei der InternetWorld. Die Zahlen kamen an der Börse gut an: Die Aktie von Home24 ging steil nach oben und sprang zwischenzeitlich um rund elf Prozent. 

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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