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Mobile Payment

Jetzt starten auch die Sparkassen mit Apple Pay

Veröffentlicht: 10.12.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 10.12.2019
Bezahlen per Uhr

Gut Ding will Weile haben: Auch Sparkassen-Kunden können beginnend mit dem heutigen Dienstag nun via Apple Pay bezahlen. 371 von 379 deutschen Sparkassen haben den Service gestartet, Kunden können damit mit iPhone, Apple Watch oder iPad in Geschäften und online bezahlen. Voraussetzung ist der Zugang zum Online-Banking und die aktivierte pushTAN-App. Wie zu erwarten war, funktioniert dies zunächst nur in Verbindung mit einer Kreditkarte, nicht aber mit der EC-Karte bzw. Girocard. Deren Unterstützung bereite man für 2020 vor, heißt es vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband.

„Damit haben wir unser Ziel, allen Kunden mobiles Bezahlen zu ermöglichen, erreicht“, sagt Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Apple Pay sei nun ein „wichtiger Bestandteil“ des Angebots der Sparkassen. Authentifiziert werden Transaktion via Face ID, Touch ID oder durch den Gerätezugangscode. Neben den Sparkassen sind nun auch die Commerzbank, die Norisbank und LBBW mit an Bord, so Heise. Auch die Volksbanken hatten im Juni einen Start im Jahr 2019 angekündigt, mittlerweile aber eingeräumt, dass es erst 2020 so weit sein wird.

Causa NFC-Schnittstellte

Die Sparkassen gehörten beim Start von Apple Pay im vergangenen Jahr zunächst zu den prominentesten Verweigerern und musste dafür teils deutliche Kritik einstecken. Der DSGV forderte eine Öffnung der NFC-Schnittstellte, aber schon im Februar wurde angekündigt, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene hat sich in der Causa NFC-Schnittstellte in den vergangenen Wochen aber ohnehin einiges bewegt. Die europäischen Wettbewerbshüter beschäftigen sich eingehend mit der Frage, ob Apple Pay unter die Lupe genommen werden sollte. In Deutschland sorgt nun ein neues Gesetz gegen Geldwäsche dafür, dass Apple seine NFC-Schnittstelle womöglich öffnen muss.

Der Konzern sieht dies naturgemäß kritisch, sagt, dass die Regelung „die Nutzerfreundlichkeit bei Zahlungen verschlechtern und den Datenschutz und die Sicherheit von Finanzdaten gefährden könnte“. Allerdings sieht Apple sich derzeit in Einklang mit der Gesetzeslage. Apple Pay stelle als technische Methode den Zugang zum NFC-Chip bereit. „Die Banken stimmen mit ihrem Handeln ab, indem sie mit uns bei Apple Pay zusammenarbeiten", erklärt das Unternehmen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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