News & FAQ zu Coronahilfen
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Coronahilfen: News & FAQ


Aktuelle Nachrichten & Updates für Onlinehändler


Finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um alle Coronahilfen und weitere Themen, die Händler während der Corona-Pandemie besonders beschäftigen. Haben auch Sie Fragen zur Coronahilfe, kontaktieren Sie uns.

In unserem Podcast-Spezial informieren unsere Experten ebenfalls zum Thema Corona und Überbrückungshilfen.


Inhalt

  • Welche Coronahilfen gibt es?
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  • Welche Unternehmen erhalten Überbrückungshilfe 3 und Neustarthilfe?
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  • Wie kann ich Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe beantragen?
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  • Sind Coronahilfen steuerpflichtig oder steuerbefreit?
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  • Wie erhält man den Eigenkapitalzuschuss?
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  • Darf die Soforthilfe für den Lebensunterhalt genutzt werden?
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  • Dürfen die Überbrückungshilfe und Neustarthilfe für den Lebensunterhalt genutzt werden?
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  • Was ist die Novemberhilfe und wie erhalte ich sie?
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  • Dezemberhilfe: Was sind die Voraussetzungen zum Erhalt des Zuschusses?
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  • Wie lange dauert es, bis die Corona-Zuschüsse bewilligt werden?
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  • Kann Coronahilfe gepfändet werden?
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  • Wo kann ich Coronahilfe beantragen?
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  • Wo finde ich den aktuellen Corona-Beschluss des Bundes?
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  • Wo gibt es eine Übersicht für die Corona-Verordnung nach Bundesland?
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  • Ist die Homeoffice-Pauschale steuerfrei?
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  • Darf mein Arbeitgeber einen Corona-Test außerhalb der Arbeitszeit verlangen?
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  • Bekommen Unternehmen die Kosten für Coronatests zurückerstattet?
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    Welche Coronahilfen gibt es?


    Die Bundesregierung hat verschiedene Zuschussprogramme zur Unterstützung von Unternehmen ins Leben gerufen, die unter den Folgen der Coronakrise leiden. Eine ausführliche Übersicht aller Hilfen finden Sie in diesem Artikel: Alle Coronahilfen im Überblick.


    Welche Unternehmen erhalten Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe?


    Unternehmen und Organisationen aller Branchen und in allen Größen können Überbrückungshilfe III beantragen. Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmen bis hin zum großen Mittelstandsunternehmen sind grundsätzlich zur Antragstellung berechtigt. Online-Händler sind ebenfalls antragsberechtigt. Für Solo-Selbstständige gibt es mit der Neustarthilfe noch ein zusätzliches Zuschussprogramm, in dem eine Betriebskostenpauschale gewährt wird. Dieses Programm steht allen haupterwerblichen Selbstständigen offen.

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    Wie kann ich Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe beantragen?


    Seit Mitte Februar können in Deutschland Anträge für das neue Zuschussprogramm "Überbrückungshilfe III" gestellt werden. Unternehmen, die aufgrund der Pandemie Umsatzverluste erlitten haben, haben die Möglichkeit, bis zu 100 Prozent ihrer fixen Betriebskosten erstattet zu bekommen. Der Antrag wird - wie auch bei den vorherigen Hilfen - über das Antragsportal der Bundesregierung gestellt.

    Für die Neustarthilfe für Solo-Selbstständige ist ein Umsatzverlust von mindestens 60 Prozent in einem Referenzzeitraum 2019 Voraussetzung. Anders als bei der Überbrückungshilfe III ist kein „prüfender Dritter” für die Antragsstellung nötig.

    Die Frist für das Einreichen der Anträge auf Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe ist der 31. August 2021. Eine Verlängerung der Programme ist wahrscheinlich.

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    Sind Coronahilfen steuerpflichtig oder steuerbefreit?


    Die staatlichen Coronahilfen für Unternehmen sind immer steuerbar. Anders ist es bei Sonderzahlungen für Arbeitnehmer, diese sind steuerbefreit.


    Wie erhält man den Eigenkapitalzuschuss?


    Anfang April kündigte die Bundesregierungen Verbesserungen an der Überbrückungshilfe III an. Dazu gehört der Eigenkapitalzuschuss. Dieser soll Unternehmen zugute kommen, die besonders von der Krise getroffen wurden und dadurch eigene finanzielle Rücklagen aufbrauchen mussten. Wenn man die Voraussetzungen erfüllt, kann man bis zu 40 Prozent der monatlichen Überbrückungshilfe zusätzlich erhalten.

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    Darf die Soforthilfe für den Lebensunterhalt genutzt werden?


    Die Antwort darauf variiert teilweise pro Bundesland. In Nordrhein-Westfalen darf die Soforthilfe beispielsweise auch für Lebenshaltungskosten genutzt werden.

    In den meisten anderen Bundesländern gilt: Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen dürfen die Soforthilfen vom Bund nicht für das Unternehmereinkommen oder Personalkosten verwenden. Die Soforthilfen sind ausschließlich dafür gedacht, die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen und Selbstständigen zu sichern. Das heißt, man kann damit „akute Liquiditätsengpässe” überbrücken, z.B. also „laufende Betriebskosten wie (gewerbliche) Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten, u.ä.”, wie es im Eckpunktepapier der Bundesregierung heißt.

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    Dürfen die Überbrückungshilfe und Neustarthilfe für den Lebensunterhalt genutzt werden?


    Die Überbrückungshilfe III darf nicht für das Unternehmereinkommen oder Personalkosten verwendet werden. Die Zuschüsse aus der Überbrückungshilfe III sind ausschließlich dafür gedacht, die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen und Selbstständigen zu sichern. Das heißt, man kann damit „akute Liquiditätsengpässe” überbrücken, z.B. laufende Betriebskosten wie (gewerbliche) Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten.

    Im Gegensatz dazu macht die Bundesregierung keine Vorgaben zur Verwendung der Neustarthilfe für Solo-Selbstständige. Diese darf also auch für private Lebenshaltungskosten genutzt werden.

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    Was ist die Novemberhilfe und wie erhalte ich sie?


    Mit der Novemberhilfe sollen von coronabedingten Schließungen betroffene Unternehmen bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus November 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im November 2020 erhalten. Die Anträge konnten seit dem 25. November 2020 auf der Plattform für Überbrückungshilfe der Bundesregierung gestellt werden; allerdings warten seitdem noch einige antragsberechtigte Unternehmen auf ihr Geld. Die vollständige Auszahlung verzögerte sich u.a. wegen technischer Probleme, die nun offenbar behoben wurden.

    Die Antragsfrist für Erstanträge der Novemberhilfe endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können noch bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

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    Dezemberhilfe: Was sind die Voraussetzungen zum Erhalt des Zuschusses?


    Finanzielle Zuschüsse der sogenannten Dezemberhilfe können Unternehmen und andere Einrichtungen wie z.B. Vereine beantragen, die aufgrund des Lockdowns finanzielle Einbußen hinnehmen mussten. Sie bekommen bis zu 75 Prozent ihres ausgefallenen Umsatzes aus dem Dezember 2019 erstattet. Wie auch bei der Novemberhilfe handelt es sich bei der Dezemberhilfe um einen einmaligen Zuschuss. Die Frist für Erstanträge der Dezemberhilfe endet am 30. April 2021; allerdings können Änderungsanträge noch bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

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    Wie lange dauert es, bis die Corona-Zuschüsse bewilligt werden?


    In der Regel dauert die Bewilligung nur wenige Tage, soweit alle eingereichten Anträge vollständig und korrekt sind.

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    Kann Coronahilfe gepfändet werden?


    Nein, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, stellt die Corona-Soforthilfe keine pfändbare Forderung dar und unterliegt nicht der Zwangsvollstreckung. Die Soforthilfen sind ausschließlich zur Finanzierung von Verbindlichkeiten gedacht, die seit Beginn der Coronakrise entstanden sind und dienen nicht der Aufrechnung mit Altforderungen. Dies dürfte nicht nur die Soforthilfe von letztem Jahr betreffen, sondern auch die weiteren Zuschussprogramme.

    Weitere Informationen zur Pfändbarkeit von Coronahilfen

    Pfändung von Coronahilfen unzulässig


    Wo kann ich Coronahilfe beantragen?


    Mithilfe von "prüfenden Dritten" (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwalt) können die Anträge für Überbrückungshilfe III oder Änderungsanträge für November- und Dezemberhilfe über das Portal der Bundesregierung gestellt werden. Der Antrag für die Neustarthilfe wird ebenfalls dort gestellt, allerdings ist hierfür ein prüfender Dritter nicht zwingend notwendig.


    Wo finde ich den aktuellen Corona-Beschluss des Bundes?


    Eine Übersicht der aktuell geltenden Regeln aus dem letzten Beschluss des Bundes zur bundeseinheitlichen Corona-Notbremse ist hier zu finden.

    Weitere Informationen zur bundesweiten Notbremse

    Bundesrat stimmt Corona-Notbremse zu (Update)

    Ist die bundeseinheitliche Corona-Notbremse verfassungswidrig?

    Das bedeutet die Corona-Notbremse für den Handel


    Wo gibt es eine Übersicht für die Corona-Verordnung nach Bundesland?


    Liegt der Inzidenzwert eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen unter 100, gelten dort nicht mehr die Regeln der bundesweiten Notbremse, sondern die des jeweiligen Bundeslandes. Diese können stark variieren.

    Eine Übersicht der Maßnahmen der einzelnen Bundesländer gibt es hier:

    Corona-Regeln in den Bundesländern

    April 2020: Lockerungen der Coronamaßnahmen in den einzelnen Bundesländern


    Ist die Homeoffice-Pauschale steuerfrei?


    Die Pauschale beträgt für jeden Kalendertag fünf Euro, höchstens 600 Euro im Jahr. Eine steuerfreie Erstattung der Pauschale durch den Arbeitgeber kommt hingegen nicht in Betracht. In diesem Artikel finden Sie Informationen zur Homeoffice-Pflicht.


    Darf mein Arbeitgeber einen Corona-Test außerhalb der Arbeitszeit verlangen?


    Ja, das darf er. Die Umsetzung der Testung kann vom Arbeitgeber frei organisiert werden. Er kann die Selbsttests daher auch zu Hause durchführen lassen und muss keinen „Testraum“ oder Ähnliches zur Verfügung stellen. Die Pflicht besteht nur zur Bereitstellung der Tests. Bei der Durchführung handelt es sich grundsätzlich um einen freiwilligen Corona-Test. Die dafür aufgewendete Zeit ist keine Arbeitszeit.

    Weitere Informationen zur Testpflicht in Unternehmen

    Unternehmen müssen Corona-Tests auf eigene Kosten anbieten


    Bekommen Unternehmen die Kosten für Coronatests zurückerstattet?


    Für Arbeitgeber summieren sich die Kosten für Corona-Schnelltests in kurzer Zeit. Unternehmen, die antragsberechtigt sind, können die Kosten zwar über die Überbrückungshilfe III geltend machen; alle anderen Betriebe müssen die Kosten allerdings selbst tragen.

    Weitere Informationen zur Testpflicht in Unternehmen

    Unternehmen müssen Corona-Tests auf eigene Kosten anbieten